Konzertbericht

Metal Attack 2003 - Hamburg, Markthalle, 01.05.2003

Es war mal wieder so weit, dass Metal Attack Festival in Hamburg stand auf meinem Plan. Die Liste der Bands versprach einen tollen und langen Abend.

Um 17.00 Uhr sollte Einlass sein, welcher sich aufgrund des noch nicht beendeten Soundchecks ein wenig verzögerte. Die Technik macht doch immer wieder alles möglich. Um 17.45 Uhr begannen die Hamburger Gothic Fate als Opener, die leider in einer sehr leeren Markthalle spielen mussten, die sich auch im Laufe des Abends nur spärlich füllte. Mit Songs wie "Pride", "Deny the Gods" und "Angel of Sin", welcher auf Platz 1 der MP3-Metal-Charts 2001 landete, versuchten Sie den Anwesenden einzuheizen. Da im Spielplan bereits eine Verspätung von 30 Minuten war, musste das Set leider auch noch gekürzt werden. Schade, schade.

Nach einer kurzen Pause folgten die - ebenfalls - Hamburger Jungs der Melodic Hardrock Band 3-Wishes, die in Kürze den Nachfolger Ihres Debütalbums "Electric Bullride" veröffentlichen werden und bereits ein paar neue Songs wie "Ordinary Man", "Voices" und "High Wire" hiervon zum Besten gaben, welche stilistisch in die gleiche Richtung gehen wie die des Debütalbums. Ich hatte bereits einige Auftritte in der Vergangenheit gesehen und musste mit Freude feststellen, dass Sie sich sowohl musikalisch als auch in der Performance immer weiter steigern, welches wohl nicht nur ich so sah, denn ich fand Gleichgesinnte, die gleich mal ein bisschen mit abhotteten.

Da die ersten 4 Bands nur je ca. 30 Minuten Gigs hatten, folgten auch schon Visions Of Atlantis, die extra aus Österreich den langen Weg in den Norden gemacht hatten. Mit Ihrem Symphonic Bombast Metal fielen Sie nach meinem Geschmack an diesem Abend ein wenig aus dem Rahmen. Doch Geschmäcker sind zum Glück unterschiedlich und so wurden "Silence", "The Quest", "Eclipse" oder "Chosing the Light" mit Applaus belohnt.

Und schon ging es weiter mit Custard, die mich zum ersten Mal mit ihrer CD "For my King" vor 3 Jahren beeindruckten. Sehr zu meiner Freude spielten sie gleich 5 Tracks von dieser CD "Up to the Sky", "Charon´s Call", "Freedom for All", "For my King" und als Opener "Signs", welcher gleich die erste Reihe dazu veranlasste, die doch noch sehr wenig bewegten Knochen mal zu beanspruchen.

Dank an dieser Stelle auch mal an den Tonchef Mac am FoH - den einige von Euch vielleicht aus dem Headbangers kennen - und der trotz des nur kurzen Linechecks für die zahlreichen Supportbands auch diese professionell abmischte und unseren Ohren etwas gutes tat.

Nach einer weiteren kurzen Pause folgten Shylock, deren 2. CD "Pyronized" mir ganz gut gefällt. Ich hatte sie noch nie live gesehen und wartete also auf das was da kommen sollte. Es war wirklich eine entspannte Atmosphäre, sogar in der 1. Reihe, da sich die wenigen Besucher über die ganze Halle verteilten. So viel Platz zum abrocken hatte ich auf einem Konzert noch nie! Aber es hatte wirklich eine angenehme Seite. So nutzten wir die Gunst der Stunde und hotteten ein wenig mit enormen Freiräumen zu Songs wie "Bloodsister", "Desperation´s Song", "Bad´N´Sad" oder dem Intro "Knocking". Zum Glück ließen sich weder Shylock noch die anderen Bands von der geringen Besucherzahl irritieren und rockten auf der Bühne ordentlich ab.

Mit Ihrem Debütalbum "Reflected" begeisterte mich im letzten Jahr die nachfolgende Band, Wicked Sensation. Da ich die Tour mit Dare verpasst hatte, freute ich mich um so mehr die Kombo live zu sehen, die mit Robert Soeterboek aus Holland einen kraftvollen Sänger gefunden haben. Wie auch auf dem Album begannen sie mit "Magic Moments" als Opener, gefolgt von "Someone Strong" und dem Ohrwurm "The Preacher", welcher mit seinem eingängigen Refrain und der Animation von Robert auch ein paar zum Mitsingen hinreißen konnte, ebenso wie die folgenden Songs "Stand Tall", "Joker in the Pack" oder "Night on Fire". Die Jungs haben Ihre Live-Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis gestellt, was am Ende ordentlich mit Beifall honoriert wurde.

Und schon waren wir bei der vorletzten Band des Abend, Vanden Plas, die bereits mit Dream Theater, Savatage und Angra tourten und sich in der internationalen Szene etabliert haben. Auch an diesem Abend schafften sie es die Anwesenden zu begeistern und richtig zum rocken zu bringen. Oh wunder, ich dachte schon das wird heute nix mehr. Mit Songs wie "Push”, "Iodic Rain”, "Into the Sun”, "I can see” oder "Nightwalker” brachten sie endlich mehr Bewegung in die Metalheads.

Da war es fast Ironie des Schicksaals, dass wir genau zu dieser Uhrzeit das gewonnene Treffen mit Axxis hatten. Aber man kann nicht Beides haben und das Meeting wollten wir sicher nicht verpassen. Wir freuten uns schon den ganzen Tag darauf und nachdem ich immerhin nun schon 14 Jahre der Axxis-Fan-Gemeinde angehöre war das natürlich ein prima Sache. Geduldig erzählte uns Harry (Keyboards) von dem Stand der Aufnahmen zur neuen CD im eigenen Tonstudio und zu den Liveaufnahmen vom Auftritt in Balve, die hoffentlich auch mal als DVD veröffentlicht werden!!! Natürlich durfte die Fotosession nicht fehlen, während Berny schon mal anfing sich einzusingen.

Gegen Mitternacht hieß es dann Showtime für Axxis, Headliner des Abends, mit dem schon von der Tour bekannten Opener " Eyes of the Darkness". Es war schon irgendwie eine familiäre Stimmung vor der Bühne entstandenen zwischen den Anwesenden und hurra, es war die Konzertstimmung da, die ich von Axxis-Konzerten gewohnt war, Party!!! Die Jungs um Berny spielten die volle Setlist mit Songs wie "Brother Moon", "Touch the Rainbow", "Stay don´t leave me" und "Living in a World", welche natürlich immer wieder von Berny´s Mitteilungsdrang begleitet wurden. Ich glaube, ich würde was vermissen, wenn dem nicht so wäre. (-: Nach "Trash in Tibet" folgte das Spiel mit dem Helium, wo Berny sich einen Herrn aus dem Publikum holte, der Helium aus einem Luftballon einatmen durfte und sich im Anschluß anhörte wie die Schlümpfe, sehr zum Amüsement der restlichen Besucher. Bei "Na, na, hey, goodbye" sang auch der Letzte mit und "Kingdom of the Night" stimmte bereits das Ende ein, nach immerhin 13 Songs. Die Zugaberufe wurden laut und es folgten "Fire & Ice", sowie "Flashback Radio". Die Publikum kochte und forderte lautstark eine weitere Zugabe, mit welcher Axxis sich dann endgültig gegen 2 Uhr verabschiedeten.

Insgesamt gesehen fand ich es schade, dass nicht mehr Besucher gekommen sind, die die Markthalle zum Brodeln hätten bringen können. Es war schon sehr auffallend, dass der überwiegende Teil der Besucher nicht aus Hamburg kam, sondern aus Nordrhein-Westfalen, München und sogar Holland kam. (Tanja W., Kontakt über die Redaktion)

(tennessee)

 
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Robert
 
Kuno und Guido
 
Kuno
 
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Axxis beim Heliumtest 2
 

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