Metal Inside Festival 3 - Chinchilla, Lanfear, The Past Alive, Lost Divinity - Bonfeld, Sporthalle, 10.05.2003 |
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Das dritte MIF ist vorrüber. Das erste jedoch in einer richtigen Konzertlocation. Eine ganze Menge Arbeit hat das mit sich gebracht, doch am Ende kann man wirklich zufrieden sein. Knapp 200 Leute hatten an diesem Abend den weg in die Provinz nach Bonfeld gefunden. Und alles hat funktioniert - keine Zwischenfälle, keine Probleme. Und das Wichtigste: Jeder war zufrieden!
Den Auftakt des 3. MI-Festivals in Bonfeld übernahm die zu 60% aus Bonfeld stammende Gruppe LOST DIVINITY mit Andreas am Gesang und Gitarre, Tobias an der Gitarre, Jochen am Schlagzeug, Nico am Bass und Marco an den Tasten. Und dann THE PAST ALIVE aus Heilbronn. Nachdem die letzten Gigs im Ländle immer wieder eins drauf setzten, was die Publikumsreaktionen an geht - hätte man meinen können, das es TPA heute schwer haben werden. Denn immerhin waren mit LANFEAR und CHINCHILLA noch zwei wahre Topacts im Aufgebot. Doch weit gefehlt: Nik (Vocals / Guitar), Suat (Drums), Jürgen (Bass) und Micha (Guitar) stiegen auf die Bühne, Nik bat die inzwischen ca. 130 Leute doch ein paar Schritte näher zu kommen, diese taten es und es ging los mit "The Past Alive". Gleich sah man fliegende Mähnen, klatschende Hände und einige sangen sogar schon die Texte mit. Toll!!! Astreiner Sound und eine erquickende Spielfreude der Jungs rissen das Publikum von Beginn an mit. In der knapp 45 minütigen Spielzeit gaben TPA einige Songs von dem Debütalbum "Deepest Inner" zum Besten wie das melancholisch angehauchte "So Much Pain" oder "Coma". Richtig flott hingegen wurde es dann am Ende mit dem neuen Song "Lies". Höhepunkt war wieder mal eines der besten Stücke der Melodic Heavy Rocker "On And On" welches durch seine Vielfalt und das harmonische Gitarrensolo am Ende finale Stimmung erzeugte. Tja - und nicht zu vergessen dann noch das etwas abgespeckte "MetMed" - das von TPA kreierte Metallica Medley bestehend aus einigen alten Klassikern, welche die Hütte noch mal richtig zum Gasgeben zwang. Toller Gig, super Publikum. Weiter so! (ds) Als nächstes enterten dann LANFEAR die Bühne. Nachdem ihr neues Album "The Art Effect" aus dem CD-Player meines Autos nicht mehr wegzudenken ist, war ich natürlich gespannt, wie sie die neuen Songs live umsetzen würden. Nach einem kurzen Intro legten sie auch gleich mit dem Hammer "Stigmatized" los. Gleich beim ersten Song hatten sie das Publikum komplett auf ihrer Seite. Man merkte deutlich, dass etliche der Zuschauer die neue Platte sehr gut kannten und deshalb lautstark mitsangen und mitbangten. Es folgten nun etliche Songs der neuen CD, u.a. Beneath It All , Deeper, The Fortune Lies Within, Regression, The Artefact und The Spell. Zum Abschluss folgten noch einige Songs aus dem Vorgängeralbum "Zero Poems". Vor allem beim Titeltrack "Zero Poems" wackelten förmlich die Wände. Der Sänger, Tobias Althammer, welcher bei diesem Album noch nicht bei Lanfear war, interpretierte diesen Song mit seiner unnachahmlichen Stimme (von einem Zuschauer hinter mir wurde er sogar mit Michael Kiske verglichen!!) zwar etwas anders als sein Vorgänger aber auf keinen Fall schlechter. Meiner Meinung nach sogar um einiges besser. Auch der Gitarrist, Markus "Ulle" Ullrich, strotze gerade zu vor Spielfreude und ließ immer wieder seine Finger blitzschnell über die Saiten flitzen. Nachdem Lanfear die Bude so richtig zum wackeln gebracht hatten und noch ein / zwei Zugaben, wie von den Zuschauern gefordert, gespielt hatten, verließen sie die Bühne unter tosendem Beifall (den hatten sie sich auch redlich verdient). (ruben) Zum Abschluss des 3. Metal-Inside Festivals kamen nun noch die "schwäbische" Metal-Band CHINCHILLA die Bühne. Ich muss leider zugeben, dass ich bis dato noch überhaupt nichts von dieser Band gehört hatte, was sich im nachhinein als großer Fehler herausstellte. Die Jungs von Chinchilla legten von Anfang an richtig los. Man merkte sofort, dass einige Zuschauer schon mit den Liedern von Chinchilla vertraut waren und diese lautstark mitsangen. Der Sound von Chinchilla war sehr gut und auch die Songs waren sehr eingängig. Spätestens nach dem dritten oder vierten Lied hatten sie die meisten der Zuschauer überzeugt. Nach und nach wurde es voller vor der Bühne. Herauszuheben war für mich vor allem die sehr gute Stimme des Sängers Thomas Laasch, welcher das Publikum von Anfang an in seinen Bann zog. Dies wurde vor Allem bei dem Lied "Satellite" deutlich, da hier wirklich fast alle Zuschauer lautstark mitsangen. Nachdem Chinchilla das Pflichtprogramm erfüllt hatten, wurde vom Publikum selbstverständlich lautstark Zugabe gefordert. Dies erfüllten sie auch indem sie zum einen eine Coverversion des Kiss Klassikers "I Stole Your Love" zum Besten gaben und zum anderen als Rausschmeißer den Titeltrack des aktuellen Albums "Madtropolis" spielten. Alles in Allem hatten Chinchilla mich überzeugt und ich musste mir natürlich selbstverständlich sofort die neue CD kaufen.
Hier noch die Songs von Chinchilla: (ds) |
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