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Bei der zweiten Auflage der Wacken Road Show wurden DARK AGE aus Hamburg mit einem reinen True Metal-Paket auf die Straße geschickt. Kann das gut gehen, Hamburgs Dunkelmetall-Hoffnung zwischen all den Vertretern der wahren Lehre? Es kann. Anscheinend haben sich viele Supporter tatsächlich für dieses unterschiedliche Paket Karten besorgt und sind dann auch noch pünktlich um acht aufgerockt - Heimspiel! Klar standen
einige Kuttenträger rund um die Dreißig etwas entgeistert auf den Treppenstufen, aber die waren sowohl in der Minderheit als auch größtenteils zu überzeugen. Eike, Jörn, André, Thorsten und Martin wuchsen vor lauter Spielfreude über sich hinaus - wann immer er eine
Sekunde nicht in die Tasten hauen musste, sprang Keyboarder Martin seinen Kollegen mit der Axt anfeuernd beiseite. Und eine kleine Gemeinsamkeit, die wahrscheinlich nur in diesem direkten Vergleich auffallen konnte: Sänger Eike Freese hat genau die gleichen verschmitzten Lach-Fältchen wie Kai Hansen (der natürlich auch da war, um PRIMAL FEAR hallo zu sagen). Soll mich wundern, wenn die True-Loonies dem weiterhin wiederstehen können. Dieser Gig war aktive Mitglieder-Werbung für die "Suicide Crew".
(laetti)
Yep und weiter ging es mit METALIUM, die ebenfalls zum Heimspiel in der Markthalle geladen hatten. Kurz nach der Veröffentlichung der neuen CD "As One - Chapter Four" kam für die Metalianer die Wacken Road Show gerade recht. So wurde die Gelegenheit auch gleich genutzt, um ein paar neue Songs live zu präsentieren, wie den Titelsong "As One" oder auch "No One Will Save You", die recht gut beim Publikum ankamen, jedoch nicht zu euphorischen Ausbrüchen animierten. Wie auch auf dem Album bekamen die Metalianer Unterstützung von der japanischen Sängerin Saeko Kitamae, die mit Shouter Henning Basse ein prima Duett während "Find Out" auf die Bretter legte. Natürlich durfte "Metalium" mit der Covereinlage "Balls To The Wall" nicht fehlen und bildete zugleich den Abschluss des Sets.
Ordentlich einen drauf setzen an diesem Abend konnten zweifelsohne FREEDOM CALL. Die Stimmung und die Hitze in der Halle erreichten den Höhepunkt. Die Fans feierten die Combo mit lautstarken Fanchören zu Klassikern wie "Warriors" und "Fairyland". Auch die mittleren Reihen, die sich zunächst mehr auf schauen wir mal wie das so wird bzw. stilles Genießen beschränkten, rockten endlich mit. Wie auch schon beim Auftritt auf dem Wacken Open Air im letzten Jahr zeigten FREEDOM CALL mit unbändiger Spielfreude und Power, dass Sie eine Live-Band sind, die es krachen lässt und schafft, den Funken auch auf das Publikum springen zu lassen. Mit "Warriors Of Light" und der kurzen Covereinlage von "We Will Rock You" gab es richtig was um die Ohren und um beim Song "The Quest" entsprechende Stimmung zu schaffen, verteilte Sänger Chris kurzerhand eine Handvoll Feuerzeuge. Mit "Freedom Call" war das Set nach nur 8 Songs leider schon beendet, schade schade. Für Zugaben war offensichtlich keine Zeit mehr.
Nach der letzten kurzen Umbaupause enterten PRIMAL FEAR, die Headliner des Abends, die Bühne. Auch wenn die Halle etwas leerer erschien als noch bei FREEDOM CALL tat dies der Stimmung keinen Abbruch. Immer wieder waren PRIMAL FEAR Rufe zu hören und es wurde gefeiert, was die Kondition noch so hergab. Immerhin verwies Sänger Ralf Scheepers gleich zu Beginn auf die Kameras, die die ganze Show für DVD-Aufnahmen mitschnitten. Paradenummern wie "The Healer" wurden begeistert aufgenommen. Beim Opener des neuen Silberlings namens "Metal Is Forever" ging die Post so richtig ab. Die nachfolgenden Chöre der Fans wurden von Ralf gleich aufgenommen und in weitere Singalongspielchen umgesetzt, die allerdings je höher die Stimmlage wurde, immer gruseliger anzuhören waren. Mit weiteren Songs wie "Devil´s Ground", "Angel in Black" und "Visions Of Fate" eine gelungene Setlist, die allen sichtbar Spaß machte. Nach zwei Zugaben ging die diesjährige Wacken Road Show in Hamburg dem Ende zu. Zurück blieben zufriedene Fans und das schöne Gefühl, dass endlich wieder der Sommer und die Festivalsaison in greifbare Nähe gerückt sind.
(tennessee)
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