Wacken Roadshow 2004 - Kassel, Musiktheater, 02.05.2004 |
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Den Hamburger Melodic Deathern DARK AGE war es überlassen, das schon recht zahlreich erschienene Publikum im Musiktheater aufzuheizen, was auch recht gut gelang. Eike Freese und seine Jungs legten einen gut 35 minütigen Auftritt hin, der bis auf den Sound, nichts zu wünschen übrig lies. Die Band machte einen äußerst engagierten Eindruck und schaffte es gar zum Teil die True-und Happy Metal Fans mitzureißen. Kein Wunder, denn Songs wie "Zero", "Fix The Focus" oder "Dare To Collapse" vom neuen Album "Dark Age" müssen eigentlich Metal Fans jeglicher Coleur begeistern können. Würde mich nicht wundern, wenn die Hamburger auf der diesjährigen Wacken Roadshow eine Menge neuer Fans dazu gewonnen hätten.(lk) METALIUM genießen im fernöstlichen Ausland einen ungleich höheren Stellenwert als hierzulande, was sicher auch damit zusammenhängt, dass ihre Alben (mit Ausnahme des geilen Debüts) im "echtmetallischen" Deutschland eher in der zweiten Reihe logieren. Und genau diesen Eindruck hinterließen die Herren auch auf der Kasseler Bühne. Handwerklich wirklich prima und mit einem grandiosen Sänger ausgestattet, besitzen die Songs der Band kaum Wiedererkennungswert. Powerröhre Henning Basse bemühte sich sichtlich (und oftmals arg peinlich), das Publikum anzuheizen, was ihm aber nicht recht gelingen wollte, da der Sound nicht gerade "State Of The Art" war und die meisten Stücke seltsam zahnlos daherkamen. Der Opener "Fight" und die Bandhymne "Metalium" zum Beispiel tönten viel langsamer als im Original und die japanische Gastsängerin, die auch auf dem neuen Streich "As One" zu hören ist, war kaum zu vernehmen. Cool übrigens, dass die Dame samt Mutter und Großmutter angereist war und die Stimmung im Volke erst beim letzten Endes ein paar Sekunden angespielten "Balls To The Wall" in Wallung geriet…. Insgesamt keine begnadete Vorstellung.(do) Besser lief es da schon bei den Happy Metallern FREEDOM CALL, die wohl am Liebsten mit Blumen in die Menge geworfen hätten. Es ist nichts gegen eine lebensbejahende Ausrichtung zu sagen, aber die notorische "Wir sind alle glücklich" - Stimmung, die die Band verbreitet, ist oft schon zum Schmunzeln. Stellenweise packten die Herren einige heavy stampfende Parts aus, die ihnen äußerst gut zu Gesicht standen. Im direkten Vergleich mit Vorreitern wie Gamma Ray (deren Drummer Daniel Hans Erwin Zimmermann man ja in den eigenen Reihen hat - und der, wie auch sonst immer, gute Arbeit leistete) können die freiheitsrufenden Kompositionen nichts reißen, auch wenn das Publikum dieses anders sah und die Truppe teilweise stärker abfeierte als die Headliner PRIMAL FEAR. Sieht man von den schwächelnden Songs ab, muss man den Jungs eine sehr gute Performance attestieren, die nicht nur durch, wenn auch kitschige, Mitsingeinschübe aufgelockert wurde, sondern auch durch einen viel besseren Sound gegenüber METALIUM. Party Metal für Partywillige. So, und nun zu PRIMAL PRIEST… ähhh… FEAR!(do)) Das kann man so stehen lassen, auch wenn Mat Sinner und Konsorten lange nicht mehr als Priest-Kopie bezeichnet werden können. Nach dem Intro "Devils’s Ground" legten die Schwaben furios mit "Angel In Black" los und präsentierte sich spielerisch als auch entertainment-mäßig in Topform. Es war also nur eine Frage der Zeit bis die Fans das in Form von immer wiederkehrenden "Primal Fear, Primal Fear" Sprechchören honorierte, was die Band wiederum zu weitern Glanzleistungen anspornte. Infolge dessen hatten die gut 450 zahlenden Besucher (und das an einem Sonntagabend!) das Vergnügen älteren Granaten wie "Battalions Of Hate", "Final Embrace" oder zum Beispiel "Under Your Spell" und neuen Songs wie "The Healer", dem Heavy Metal Lobesgesang "Metal Is Forever" oder "Colony 13" zu lauschen. Bei dem insgesamt 80 Minuten langen Best Of Set von PRIMAL FEAR, dessen Fokus natürlich auf dem neuen Album "Devil’s Ground" lag, hab ich allerdings den einen oder anderen Song von "Black Sun" vermisst, das für mich völlig unverständlich, live hier totgeschwiegen worden ist. Aber auch so hinterließen die Schwaben weit nach Mitternacht eine vollkommen zufriedenen Bangerschar nach Hause, die vom ersten PRIMAL FEAR Gastspiel in Nordhessen sicherlich genauso begeistert gewesen sein dürften, wie mein Kollege und ich. (lk) |
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