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Eine richtig kultige Stätte hatten sich die BLUTSBRÜDER ausgesucht, um ihre Einweihungsfeier für ihren Proberaum auszurichten. Im der Gastwirtschaft Brockenblick, einer ehemaligen Militäreinrichtung mitten im Wald hinter Clausthal-Zellerfeld haben sich die Harzer einen Proberaum eingerichtet, der sich nebenbei auch prima für kleine Live-Konzerte eignet. Was lag also näher, als Freunde und Bekannte einzuladen, ordentlich zu feiern und gleich auch noch einen amtlichen und kostenlosen(!) Gig zu spielen? Also trafen sich Deutschrock interessierte Musikliebhaber, Freunde der Band und einige Biker (natürlich stilecht auf Harley Böcken angereist) um bei kostengünstigem Pils (0,4 Ltr. Für 2 €) und Fleisch (Wurst - 1 €, Steak 1,50 €) die Proberaumeinweihung zu feiern.
Der Tanzsaal der Kneipe diente dabei als eigentlicher Proberaum und bot auch gleich noch Platz für ca. 200 Zuschauer. Die Bühne an sich hatte diesen Namen auch verdient, bot ordentlich Platz und war auf jeden Fall größer als zum Beispiel die Plattform im MK 4 in Göttingen. Cool war auch die uralt Dekoration, die noch im Raum hing und die nach Aussage von Gitarrist Holger Steiner schon um die 5 Jahre alt sein müsste
Nachdem sich gegen 22:00 Uhr ungefähr 120 Leute im Brockenblick eingefunden hatten und ordentlich Pilsetten weggeschlürft hatten, betraten nun die Harzer ihre Bühne und stiegen mit dem neuen Song "Jetzt Sind Wir Da" in ihr gut einstündiges Set ein. Es folgten auf dem Fuße "Ein Haufen Scheiße" und "Das Leben", die leider die anwesenden Fans noch nicht ganz in Wallung brachten. Verwunderlich eigentlich, da die Band sehr engagiert zu Werke ging und auch der Sound aus dem getunten Proberaum-Equipment gut aus den Boxen wummerte. Weiter ging es mit dem "neuen" Track "Ich Hasse Dich", einer reinrassigen Onkelz-Hymne, die zwar schon anno 1999 auf dem 99er Demo vertreten war, es aber aus unerfindlichen Gründen nicht auf das bis dato einzige BLUTSBRÜDER Album geschafft. Es folgte die Selbstmord-Nummer "Suizid" und die Beischlaf-Begleitnummer "Die Geilheit Ist der Sieger", eine Partyhymne, die auch beim Publikum, das nun endlich aufwachte, sehr gut ankam. "Träum Schöne Engel" ist ein weiterer neuer Song, der ordentlich durchs Gebälk krachte. "Hunde Wollt Ihr Ewig Leben" und "Blutsbrüder" wurden dann laut vom Publikum mitgesungen, und werden wohl ihr Leben lang im Liveset der Brüder zu finden sein. Bei "Es Lebe Harzer Eishockey" drehte der Schreiber dieser Zeilen nun völlig ab. Ein prima dargebotener Eishockey-Song, der sogar außerhalb des Harzer Einzuggebiets prima ankommen. Der Song ist praktisch eine kleine Ode an den Braunlager SC Harz und sollte eigentlich Pflichtprogramm vor jedem Spiel der Wölfe sein. Mit "Scheidenkrampf" (was für ein Text…!) und "Hey, Nein", einer weiteren überzeugenden neuen Nummer verabschiedeten sich dann die BLUTSBRÜDER von der Bühne, und warfen sich ins allgemeine Party-Getümmel. Enttäuscht wurde heute sicherlich niemand. Die Band wirkte trotz langer Live-Abstinenz gut eingespielt und sollte auf der evtl. bevorstehenden Tour das ein oder andere Fass aufmachen.
(lk)
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