Wacken Open Air 2004 - Randnotizen, 07.08.2004 |
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Ein Rekord-Wacken: WACKEN war dieses Jahr nicht nur Pflichttermin für (polizei-geschätzte) 60.000 Menschen mit oder ohne Ticket im Dorf, auf den Wiesen und vor den Bühnen - oder nach Veranstalter-Angaben 33.000 Ticket-Käufern gesamt. Hinter den Kulissen trafen sich zahlreiche Nasen mit oder ohne Band und mit oder ohne Aufgabe zur ungezwungenen "Metal-Popkomm". Und obwohl es zwischen Veranstalter und Polizei krass abweichende Zahlen zu den Besuchern gab: In WACKEN wird alles gezählt, jeder Bierbecher und sogar jeder Stagediver, den die Security aus dem Graben zieht. Bei letzteren gab es einen neuen Rekord: 5.000 Melodic-Death-Fans surften ihren finnischen Idolen CHILDREN OF BODOM entgegen. Kacken in Wacken DIO Live - wohin wenn man Kacken muss? Klar - eben raus aufn´ Zeltplatz, da wirds schon nich so voll sein...dachte sich zumindest ein Freund der Firma und stellte sich mürrisch an die ca. 15 Mann starke Schlange an. Ein nettes Gespräch mit dem Vordermann wurde kurz vor dem Startschuss mit einem freundlichen "tschüss - ich geh dann mal" beendet. Erstaunt musste der Kollege nachfragen: "Ey, du bist doch gleich dran!". Doch ein leises "Zu Spät" und der kleine Knubbel in der Hinterseite der Hose zeigten wieder mal eins - in Wacken rennen nur ganz HARTE rum....(xhb) Mike Terrana Auch in dem wirklich brachial heißen Zelt des Metal Market waren in diesem Jahr wieder verschiedene Shows angesagt. So stand MIKE TERRANA (Rage, Axel Rudi Pell u.v.a.m.) gleich vier Mal mit seiner Solo-Show auf der Bühne und begeisterte jedes Mal die Fans von Neuem. Wer glaubt, das Drum-Solos langweilig sind, der wurde hier eines besseren belehrt. Nicht ohne Grund zählt MIKE TERRANA zu den besten Drummern in Deutschland. Auch für ein Metal Festival überraschende Songs oder besser gesagt Kompositionen von Johann Sebastian Bach dürften Herrn Bach in der Umsetzung stolz machen und den Fans viel Freude, dem Applaus nach zu urteilen. (tennessee) Edelhelfer MAYHEM konnten sich über einen ungewöhnlichen Bühnenhelfer freuen: Ursprünglich war Abbath von IMMORTAL nur zum Saufen nach Wacken gekommen, MAYHEM und ihr Tross boten sich dazu als alte Blackmetal-Kollegen anscheinend an. Kurz vorm Auftritt war den MAYHEMs aber immer noch nicht eingefallen, mal nach einem Garderobenspiegel zu fragen - Abbath bot sich sofort als Maskenbildner vom Dienst an und verpaßte Maniac sein Corpspaint. (laetti) Aua: MAYHEM zum zweiten: Während ihres Gigs herrschte Aufregung hinter den Kulissen, weil sich Sänger Maniac beim Herumspielen mit Schweineköpfen und überdimensioniertem Messer -wie fast zu erwarten war - selbst geschnitten hatte - wohl aber tiefer, als üblich oder beabsichtigt. Ausgerechnet Zaungast Abbath behielt ruhig Blut und ließ sich von den Sanitätern die Kompressen in die Hand drücken. Allerdings waren die Sanis dann doch der Meinung, die Wunde direkt hinter der staubigen Bühne und mit dem ganzen klebrigen Make-Up nicht sauber genug verschließen zu können und schickten den Norweger erst mal ins Krankenhaus zum Nähen. Schulterzucken bei der Band: "Der findet hier schon wieder her."(laetti) Mehr Mayhem Und MAYHEM zum dritten. Kommentar von Schlagzeuger Hellhammer zur neuesten Episode seines Front-Weirdos: "Oops, he did it again."(laetti) TV-Star
Insgesamt drei Fersehteams rissen sich um SATYRICON und NOCTURNO CULTO: Natürlich filmten Roax-Film aus Berlin den Gig der Norweger wie jeden anderen auch. MTV Scandinavia wollten für ein Special über die Blackies die drei Songs ab dem Auftritt von NOCTURNO CULTO aufnehmen - blöd nur, dass die brennenden Kreuze eher aussahen wie Streichhölzer im Wind... Vertauscht I: Der sonst gewohnt sonnige Gesichtsausdruck von Schmier wich am Samstag abend einer dezenten Panik: Der DESTRUCTION-Adonis sollte seine frühen Idole SAXON auf der Bühne unterstützen und Nibbs Carter die eine oder andere Basslinie abnehmen. Als Schmier sich gerade bühnenfertig machen wollte, war plötzlich der Bass weg. Alles Suchen auch auf den anderen Bühnen blieb vergebens, die ersten freundlichen Helfer machten sich schon Zettel, mit denen sie ab Montag Ebay nach dem spezial-angefertigten Flying V-Bass absuchen wollten, von dem es weltweit nur zwei Stück gibt. Am Sonntag morgen konnte Schmier dann aber wieder aufatmen, eine Nachwuchscombo hatte ihn in der irrigen Annahme, der schwere Koffer sei ihrer, aus Versehen mit zur WET-Stage geschleppt - und die Kölner GUN BARREL haben das wertvolle Instrument dann beim Umladen ihres eigenen Equipments glücklich gefunden.(laetti) Vertauscht II Ähnlich schusselig wie die nicht genannte Nachwuchscombo war Horgh von HYPOCRISY. Der Schlagzeuger hat in der Nacht nicht mehr so genau hingeguckt und einen Instrumentenkoffer gegriffen, der genauso aussah wie sein eigener für Pedals und Stöcke - blöd nur, dass in dem Köfferchen die Keyboard-Utensilien und Pässe von BAL-SAGOTH lagen. Den Vogel schossen die Engländer allerdings selbst ab, statt nach Horgh (dessen signierte Drumsticks und kopierte Flugunterlagen eigentlich eindeutig in dem Köfferchen lagen) fahndeteten sie stundenlang nach UNLEASHED... (laetti)
ATTACK OF THE KILLER BEES
ROWING, PAYING, DRINKING
MITARBEITER DES MONATS
LONG STICK GOES (Not) BOOM
ZICKE ZACKE
BÖSE ONKEL (memme) Mehr Fotos vom Freitag, Samstag und hinter den Kulissen (laetti) |
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