Konzertbericht

The Poodles, Gotthard - Hamburg, 13.10.2007, 14.10.2007

In Hamburg beginnt man bisweilen sehr früh mit den Konzerten und so war auch am Samstag bereits um 18 Uhr Einlass. Was zunächst noch nach einem kleinen Haufen Fans aussah, mauserte sich in kürzester Zeit zu einem ausverkaufen Haus. Und so standen THE POODLES bereits um viertel vor sieben vor vollen Rängen. Nur 9 Monate nach der letzten Show in den Docks (damals im Vorprogramm von HammerFall) hatten sie bereits das neue Album "Sweet Trade" im Gepäck und präsentierten einen schönen Mix aus den Highlights beider Alben. Mit Vollgas und natürlich der Pudelhymne "Metal Will Stand Tall" starteten die vier Schweden sichtlich gut gelaunt in den Abend. In Schweden haben sie bereits Kultstatus erreicht und auch in Deutschland haben sie hörbar die Fans für sich gewinnen können. Wer den Text nicht kannte, versuchte es zumindest so ungefähr. Egal ob bei "Thunderball" oder dem etwas härteren "Streets On Fire" vom neuen Album, die Stimmung stieg kontinuierlich. Auf Fanwunsch kamen mit der Ballade "Crying" auch erstmals die Feuerzeuge an diesem Abend zum Einsatz. Man mag verschiedener Meinung sein, ob bei der relativ kurzen Spielzeit einer Supportband Soli sein müssen, doch immerhin waren die von Pontus Norgren (Gitarre) und Kicken (Drums) nicht gähnend langweilig. Während Sänger Jakob die Zeit zum Outfitwechsel nutze, machte Kicken noch kurzerhand einen Geschenkvorschlag zu Weihnachten "What about buying drums for the children for x-mas?". Prima Idee, das wird alle Eltern erfreuen. Also: Onkel und Tanten, stürmt das nächste Musikgeschäft! Weiter ging es mit "Echoes From The Past", einem der Höhepunkte der Show. Wie auch in Schweden kam die Single "Seven Seas" auch in Hamburg prima an. Da war es schon mehr als schade, dass mit "Night Of Passion" bereits das Ende der Show eingeläutet wurde. Immerhin, fast eine Stunde Spielzeit ist ein Anfang. Und nächstes Mal kommen sie dann hoffentlich als Headliner zurück.

Der Hauptact dieses Abends ? GOTTHARD - konnte auf eine sehr lange Geschichte zurück blicken und dürfte bei der Auswahl der Songs schon Mühe und Not gehabt haben. Schließlich entschied man sich für "Master Of Illusion" als Opener und wie mit einem Fingerschnipp war die gute Stimmung der Fans bereits voll da. Fast schon frenetisch wurden die Schweizer im Laufe des Abends abgefeiert. Eine derart gute Stimmung habe ich schon lange nicht mehr in den Docks gesehen. Die Idee "mal kurz was an der Bar für die trockene Kehle zu holen" war mehr als sinnfrei. Durchkommen? Nicht mal, wenn man sich im gleichen Rhythmus der Fans bewegte. "Gone Too Far" und "Top Of The World" bildeten die Leiter zum ersten Höhepunkt des Sets: "Hush". Mal ehrlich, wer kennt den Text nicht? Und so trällerte das Publikum abermals fleißig mit. Während sich der Keyboarder gerne am Bühnenrand tummelte, war Steve Lee mal wieder umso agiler. Egal ob "One Life One Soul" (in einer schönen Akustikversion präsentiert), "Make My Day" oder "Let It Be". Es wurde gepost und gerockt, was die Bühne hergab. Das nicht nur die alten Hits ankommen, bewies unter anderem der Titeltrack der Tour "Domino Effect". Mit "Mountain Mama" und "Anytime Anywhere" erreichte man schließlich das offizielle Ende des Sets. Doch, wie könnte es anders sein, die Zugaberufe gaben klar Regie und so wurde mit z.B. "Falling", "Lift U Up" und "Mighty Quinn" noch ordentlich was draufgelegt. Und so sah man am Ausgang verschwitzte, aber glückliche Gesichter die Halle verlassen.

(tennessee)

 
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