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23.08.2010 Mortal Infinity
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MORTAL INFINITY – ein klassischer Old School Name für eine Thrash-Kapelle - beschreibt doch bitte mal, was der Name bedeutet und wie Ihr darauf gekommen seid? MORTAL INFINITY bedeutet so viel wie „sterbliche Unendlichkeit“. Das ist natürlich ein Widerspruch, wurde aber bewusst so gewählt. Jeder Musiker hatte eine eigene Liste mit Namen. Und daraus wurde dann demokratisch gewählt. Wir wollten einen Namen der einprägsam und einzigartig ist. Außerdem sollte der Name zur Musik passen. Und deine Assoziation mit oldschool Thrash bestätigt uns nur in der Entscheidung. Eure gerade erschienene EP „Eternal War“ erhält gerade ein gutes Presseecho. Wie sieht Eure weitere Planung aus? Ist in absehbarer Zeit mit einem Longplayer zu rechnen? Die allgemeine Resonanz auf die EP, welche wir zum freien Download anbieten, ist wirklich gut. Besonders auf Online-Plattformen wie z.B. „last.fm“ erhalten wir viel Zuspruch, aber auch sachliche und faire Kritik die uns wirklich weiterhilft. Das tut natürlich gut, da wir bereits viel in die Band investiert haben und es uns bestätigt so weiter zu machen. Wir planen Anfang des nächsten Jahres mit den Aufnahmen zu einem Album zu beginnen. Daher sind wir auch aktuell wieder dabei neue Songs zu schreiben. Natürlich ist das Ganze nicht so einfach, da wir viel Zeit in die Vorbereitung und Verwirklichung von Live Shows und Promo investieren müssen. Aber bis jetzt liegen wir noch einigermaßen im Plan. Vier neue Songs sind bereits in Rohfassungen fertig. Ihr seid ja für energiegeladene Live Shows bekannt. Wann haben Thrash-Maniacs außerhalb Bayerns mal die Möglichkeit Euch Live zu sehen? Wir planen zusammen mit den Bands TRAGIC CAUSE aus Hamburg und INDICATOR aus Saarbrücken für November dieses Jahres eine kleine Tour durch ganz Deutschland. Hierfür hoffen wir bald fixe Termine veröffentlichen zu können. Dazu haben wir Kontakt zur den Oldenburger Thrashern von NUCLEATOR mit denen wir auch demnächst in Norddeutschland spielen wollen. Und allerspätestens zum neuen Album wird jeder die Chance bekommen uns live zu erleben. Besonders auf den vielen Festivals möchten wir im nächsten Jahr sehr aktiv sein. Auch ins Ausland haben wir bereits Kontakte, da wir z.B. aus Polen Anfragen erhalten haben, ob und wann wir dort spielen. Wenn ich richtig informiert bin, wurde Eure aktuelle EP „Eternal War“ von einem Session Drummer (ND Angel von PREADTORY VIOLENCE) eingezimmert. Ist mittlerweile ein fester Drummer am Start? Ja nachdem unser alter Drummer uns aus gesundheitlichen Gründen verlassen musste haben wir Andy als Session Drummer für die EP engagiert. Er hatte ja bereits bei PREADTORY VIOLENCE bewiesen, dass er etwas mit Thrash anfangen kann. Allerdings war auch früh klar dass es darüber hinaus keine weitere Zusammenarbeit geben wird, da er ein anders Projekt realisieren möchte. Zum Glück haben wir noch während den Aufnahmen mit Frank Fiedler sehr schnell den perfekten Drummer für die Band gefunden, der sowohl musikalisch als auch menschlich schnell integriert war, sich voll mit der Band identifiziert und die gleichen Ziele verfolgt. Was glaubt Ihr, welche Bands beeinflussten Eure Musik am Meisten? Es gibt einige Bands und Genres die uns beeinflussen. Dazu gehören klassische Bands wie EXODUS, SLAYER, TESTAMENT oder KREATOR aber auch moderne genrefremde Acts wie LAMB OF GOD oder HATEBREED. Genau so sind wir große Fans der neuen Thrash Bewegung mit Bands wie MUNICIPAL WASTE, VIOLATOR oder BONDED BY BLOOD. Generell sind die Geschmäcker in der Band aber sehr verschieden und breit gefächert, da ist von Klassik bis Technical Death Metal alles dabei. Welche Themenbereiche verarbeitet Ihr in Euren Texten? Für die EP hatten wir ein lyrisches Konzept entwickelt, dass sich mit dem Thema Krieg auseinandersetzt. Es sollten verschiedene Perspektiven beleuchtet und zusammengeführt werden. Während der Opener „Eternal War“ die Brutalität beschreibt stellt z.B. „Shattered Remains“ die Frage nach dem Umgang mit dem postapokalyptischen Szenario. Ansonsten würde ich unsere Texte als sozial- und systemkritisch bezeichnen. Uns ist es aber wichtig klarzustellen dass wir weder politische noch religiöse Werte oder Meinungen verbreiten wollen. Wir sehen uns als Künstler und nicht als Pseudopropheten. Wie würdet Ihr Thrash Heads Eure Musik beschreiben, die bis dato noch nichts von Euch gehört haben? Wir beschreiben unsere Musik als New Wave Of German Thrash Metal. Dabei verbinden wir new und oldschool Thrash Metal mit Einflüssen aus neuen extremen Genres. Diese „new wave“ zeichnet sich auch dadurch aus keinen klassischen „teutonic thrash“ Sound zu kopieren sondern etwas Eigenes zu schaffen was weder typisch amerikanisch noch typisch deutsch klingt. Mortal Infinity steht für fette Gitarren, schnelles aber akzentreiches Drumming und brutalen Gesang, der die Grenzen des Thrash Metal auch mal überschreitet. Mit Sicherheit werden auch wir uns weiterentwickeln, werden aber nie versuchen etwas zu sein was wir nicht sind. Was macht es Eurer Meinung nach besonders schwierig, als Underground Band vorwärts zu kommen? Wichtig ist es sich klare Ziele zu setzen und von Anfang zu überprüfen ob jeder in der Band 100% hinter diesen Zielen steht. Gerade als junger ambitionierter Musiker ist es schwer die passenden Leute zu finden für die Musik wirklich mehr als ein Hobby ist. Die Ziele müssen natürlich immer wieder erneuert werden damit kein Stillstand entsteht. Das ist vermutlich die größte Schwierigkeit für kleine Bands. Desweiteren sollte man fair und realistisch bleiben und sich nicht entmutigen lassen. Geschenkt wird einem nichts, das haben auch wir schon gemerkt. Welche grundsätzlichen Ziele verfolgt MORTAL INFINITY – neben einer Tour – in den nächsten Monaten? Neben der Weiterentwicklung unserer Livepräsenz wollen wir den Fokus verstärkt auf das Schreiben neuer Songs legen. Desweiteren wollen wir unsere Netzwerke und Kontakte erweitern und uns weiter als Künstler in der extremen Musikszene etablieren. Das größte Ziel für uns ist ein passendes Label zu finden. Inzwischen sehen wir das Bandgefüge als gefestigt genug um dieses Vorhaben in Angriff zu nehmen. (ah) (ah) |
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