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21.11.2002 Stone The Crow
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Im Grunde sehe ich "Reduce To The Max" als logische Weiterentwicklung zu unserem letzten Album "Year Of The Crow". Wir haben dieses Mal alles selbst gemacht, sind äußerst zufrieden mit dem Resultat, und letztendlich kann ich nur sagen, daß es einfach rockt. Die Drums haben wir im Studio unserer Plattenfirma aufgenommen, dort wurde das Album dann letztendlich auch gemischt, den Rest haben wir in unserem eigenen Studio zu Hause gemacht.
Band ist glücklich mit dem Resultat, auch wenn es immer Dinge gibt, die man besser hätte machen können... Wir sind total zufrieden, weil wir eigentlich nie gedacht hätten, daß es so gut werden würde, zumal wir die Aufnahmen ohne Drummer begonnen hatten und im Endeffekt haben wir dann mit vier verschiedenen Schlagzeugern zusammen gearbeitet. Hundertprozentig ist mal als Musiker natürlich nie zufrieden, es gibt immer einen Punkt, an dem man mit dem Produzieren aufhören muß und man findet dann immer Kleinigkeiten, die man auch hätte anders machen können, aber sonst wäre es ja auch langweilig. Ich mag das Album, weil es sehr direkt ist. Bleibt zu hoffen, daß die breite Masse auch gefallen findet... Wir bekommen ziemlich gute Werbung und die Reaktionen aus der Presse sind alle sehr positiv. Leider wird unser neues Video nur nachts auf MTV gespielt, was ein recht großes Problem ist, denn kommerziell ist deshalb nicht all zu viel zu erwarten. Das war alles noch einfacher, als es VIVA II gab, jetzt sieht das anders aus. Noch vor zwei Jahren liefen all unsere Videos auf VIVA hoch und runter, jetzt ist die Plattform weg und das macht es natürlich für alle deutschen Bands ziemlich schwierig. Wie unser Album bei den Fans ankommt, werden wir erst auf der Tour an den Besucherzahlen und den Reaktionen aus dem Publikum sehen. Wären Stone The Crow keine deutsche Band und würden, wie die meisten Chart-Acts, aus den Staaten kommen, hätten sie es wohl einfacher. Daran wird man ständig erinnert. Stimmt, als deutsche Band hat man es nicht leicht, das merkst du gerade auf dem Videosektor. Wenn du aus den Staaten kommst, ist es viel einfacher, deinen Clip durchzusetzen, aber das wird auch immer so bleiben. Es ist natürlich immer noch ein großer Traum, einmal in die Staaten zu gehen, aber das ist sehr schwierig und ich weiß nicht, ob wir das irgendwann realisieren können. Eigentlich müßten wir dazu erst hierzulande so richtig erfolgreich sein, um einer Plattenfirma drüben den Grund zu liefern, uns zu signen. Eigentlich schade, daß es auf dem deutschen Markt so schwierig ist, etwas zu reißen. Die heimische Szene an sich bewertet Marc allerdings eher positiv. Ich denke, in jedem Genre gibt es auch in Deutschland gute Bands. Ich kann zwar mit diesem ganzen deutschsprachigen "Hamburger Schule"-Kram überhaupt gar nichts anfangen, aber im Hip Hop-Bereich passiert ja beispielsweise einiges, wobei sich auch in dieser Ecke nicht alles ertragen läßt. Stilistisch bewegen sich Stone The Crow eindeutig im alternativen Rock-Bereich. Marc über Schubladendenken... Schubladen sind dafür da, daß sich Leute orientieren können und das finde ich auch gar nicht schlimm. Wir bewegen uns mit unserer Mischung aus Rock und Elektronik irgendwo zwischen den Stilrichtungen und darauf bin ich ziemlich stolz. Viele Leute sehen uns in der New Metal-Ecke, was ich nicht verstehen kann. Wenn ich höre, was heutzutage alles als New Metal durchgeht, lache ich mich echt tot. Mittlerweile werden Korn mit den Deftones oder gar Linkin Park verglichen, das ist echt die Härte. Was früher Metal war, ist auf einmal New Metal und alles andere ist True Metal, der normale Metal existiert anscheinend gar nicht mehr. Wenn wir auf Festivals spielen, steht unter unserem Namen auch gelegentlich mal New Metal, aber eigentlich ist uns das auch total egal. Durch solche Geschichten können immerhin auch Leute aus anderen Richtungen auf uns aufmerksam werden. Was anscheinend eh schon der Fall ist, denn die Fangemeinde könnte bunter gemischt kaum sein. Wir haben ein ziemlich unterschiedliches Publikum. Ich unterhielt mich vor kurzem gerae mit einem Menschen vom Depeche Mode-Fanclub, der mir sagte, dass eine Menge DM-Fans ganz unabhängig von "People Are People" auch auf unsere Musik abfahren. Das ganze ist eben recht Stilübergreifend und das finde ich auch sehr geil, denn auf unsere Konzerte kommen 16-jährige New Metal-Kids genauso wie alte Rock-Opis. Das ganze mag natürlich auch seine Nachteile haben, denn manch einer kann sich mit unserer Musik aus diesem Grunde wahrscheinlich nicht zu 100 Prozent identifizieren, aber letztendlich muß es ja auch uns gefallen. Unsere Musik ist einfach vielfältig, sie spiegelt die Gefühle wieder, die jeden Tag im Leben anders sein können. "People Are People" wurde bereits angesprochen. Der Depeche Mode-Klassiker war zuerst allerdings gar nicht für das Album geplant. Wir haben nie daran gedacht, den Song mal zu veröffentlichen, da wir einen riesen Respekt vor DM haben, aber unsere Plattenfirma wollte es unbedingt. Wir hatten das Stück schon oft live gespielt und das kam auch immer höllisch gut an. Ständig fragten Leute, ob wir es nicht mal auf CD rausbringen könnten, und daher haben wir uns schließlich dafür entschieden. Neben der englischen Synthie Pop-Legende gibt es noch eine Menge anderer Einflüsse. Marc beispielsweiese zählt auch Machine Head und Alice In Chains zu seinen All-Time Favourites. Wir saugen alles auf was uns in die Quere kommt und gegen solche Einflüsse kann man sich auch gar nicht wehren. Es gibt immer wieder Sachen, bei denen man sagt:"Wow, das ist geil!" So ging es mir beispielsweise bei Mudvayne, die meiner Meinung nach gezeigt haben, wie man Bass im Metal so integrieren kann, dass man ihn auch hört, ohne dabei primitiv Korn-mäßig zu klingen. Das war auch eine Platte, die uns ermutigt hat, den Bass auf "Reduce..." so richtig Laut zu machen, zumal Tom auch ein unglaublich guter Bassist ist. Mudvayne waren nicht nur ein großer Einfluß, sondern auch eine Band, die im letzten Jahr von Stone The Crow auf Tour begleitet wurden. Weitere Live-Aktivitäten befinden sich gerade in der Planung. Es gibt bereits konkrete Pläne für uns, im Frühjahr auf Headliner-Tour durch Deustchland, Österreich und die Schweiz zu kommen und eventuell läuft vorher noch eine Support-Tour im Winter, da ist allerdings noch nichts bestätigt. Möglicherweise fliegen wir auch in zwei Wochen nach Singapur, da dort gerade unsere zweite Platte veröffentlicht wurde. ...Was wenige deutsche Bands dieses Genres bisher geschafft haben dürften. Aber auch STC haben mal ganz klein angefangen und sich von der Proberaum-Combo zu einem wichtigen Deutschen Rock-Act gemausert. Anfangs haben wir versucht, viel live zu spielen, was natürlich nicht sonderlich einfach war. Irgendwann wurden dann die ersten Demos aufgenommen und verschickt, worauf es meistens recht positive Resonanzen gab. Der wichtigste Schritt war allerdings der Viva Clip-Attack, bei dem wir Erste wurden und einen Videodreh gewannen. Durch dieses Video wurden uns dann bei verschiedenen Firmen verschiedene Türen geöffnet und das war es im Wesentlichen. Einen Deal zu bekommen, war danach ziemlich einfach. zum Schluß wäre da noch die Frage nach dem ominösen Namen... "Stone The Crow" ist so nicht zu übersetzen, es heißt im amerikanischen Slang nichts anderes als "Da brat´mir doch einer nen Storch!" oder "Wow!". Vielleicht ist ja Stone The Crow endlich mal eine Band, die zum Exportschlager avanciert. Zu Gönnen wär´s den Jungs. (cs) |
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