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12.08.2004 All That Remains
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MI: Vielen Leuten in Deutschland dürftet ihr noch halbwegs unbekannt sein, erzählt uns etwas über euch!
Philip: Wir fingen im 1998 an, Musik zu machen. Damals sang ich bei Shadows Fall, aber als die Jungs musikalisch andere Wege gehen wollten, fing ich an, mit einer anderen Band zu arbeiten. Im Dezember wurde ich gebeten, Shadows Fall zu verlassen und somit konnte ich mich komplett auf ALL THAT REMAINS konzentrieren. Nachdem wir im Jahr 2002 unsere erste CD veröffentlicht hatten, gab es Besetzungswechsel am Bass und an der Gitarre. Wir verbrachten das folgende Jahr fast komplett mit den Arbeiten zu "This Darkened Heart" und nun sind wir hier! MI: Wo würdet ihr euch selbst musikalisch einordnen? Philip: Ich glaube, ich bin auf der sicheren Seite, wenn ich sage, dass wir gut in die Schublade der "New Wave Of American Heavy Metal" passen, über die die Presse gerade so viel redet. Unser Sound ist eine Mixtur aus Skandinavischen und Amerikanischen Sounds. Soli, Harmonien, Brakes, Thrash, Heavy Metal, das sind die Aspekte unseres Sounds. Als Band stehen wir auf viele unterschiedliche Arten von Musik und das kann man uns anhören. MI: Ihr habt das Album mit einem nicht ganz unbekannten Menschen aufgenommen, wie lief die Produktion? Philip: Stimmt, wie nahmen mit Adam D. von Killswitch Engage im Zing Studio Westfield/ Massachusetts auf. Wir hatten eine großartige Zeit. Wenn von euren Lesern schon mal jemand Killswitch Engage live gesehen hat, weiß er, was für ein Clown Adam ist. Er spielt das nicht, er ist wirklich so. Auf der anderen Seite ist er aber auch ein absoluter Vollprofi und das hat die Aufnahmesessions sehr lustig und angenehm zugleich gestaltet. MI: Wie sehen eure musikalsichen Backgrounds aus? Philip: Ich höre verdammt viele verschiedene Sachen. Ich mag Country, Pop und vor allem natürlich Metal - meine erste und größte Leidenschaft. Ich liebe alte Iron Maiden, At The Gates, In Flames, Suffocation, Cannibal Corpse, The Haunted, alte Metallica, alte Megadeath oder auch Killswitch Engage. Das sind sicherlich die Bands, die ich mir am meisten antue. MI: Was denkt ihr über die politische Situation in eurem Land? Wird Bush die nächste Wahl gewinnen? Philip: ALL THAT REMAINS sind eine völlig unpolitische Band, meine Antwort reflektiert also nicht unbedingt die Sichtweisen der anderen Bandmitglieder, sondern stellt einzig und allein Philip Labontes Meinung dar. Ich glaube, Amerika ist in der Mitte geteilt. Die meisten Amerikaner sind politisch völlig ungebildet und haben keinen blassen Schimmer, was hinter ihrem Gartenzaun abgeht. Sie sehen sich die nächtlichen Nachrichten an und nehmen die Meinung, die in der Sendung vermittelt wird, sofort als ihre eigene an. Ich bin mir ziemlich sicher, dass George Bush die Wahl gewinnen wird. John Kerry ist ein Kanditat ohne sonderliche Stärken, seine größte Stärke ist, dass er nicht George Bush heißt. Er taumelt zwischen seinen eigenen Interessen hin und her und repräsentiert nicht gerade die Stärke, die meiner Meinung nach vonnöten wäre und "Führer der freien Welt" zu sein. MI: Was weißt du über Deutschland? Die meisten Deutschen denken, ihr Amerikaner würdet uns für Biertrinker und Wurstesser in grünen Lederhosen halten. Philip: Ich habe einen nicht unerheblichen Anteil an deutschem Blut in meinen Adern und einen französischen Nachnamen. Natürlich ist jeder in Amerika zumindest irgendwie ein Mischling, aber ab 25% wird es viel. Meine Großmutter war deutsch und ich kann sogar ein wenig die Sprache. Zumindest reicht es zum Bestellen von Essen oder um nach dem Weg zu fragen. MI: Die Musik-Industrie senkt gerade die CD-Preise. Gut oder schlecht? Philip: Gut, Sehr gut sogar! Es gibt keinen Grund dafür, warum eine CD 19 oder 20 Dollar kosten sollte. 90% von dem, was der Käufer zahlt, geht eh an die Vertriebe, die Läden und Labels. MI: Man vergleicht euch oft mit In Flames, was haltet ihr davon? Philip: Das ist cool! Wie schon gesagt, bin ich ein großer Fan der Band, deswegen sehe ich es als großes Kompliment. MI: Warum sollte man euer Album haben? Philip: Weil es gut ist, nun ja, zumindest denke ich, es ist gut. Als Band beackern wie ein großes musikalisches Feld und ich denke, das könnte für eine Menge Leute interessant sein. MI: Wie sieht es mit euren Live-Aktivitäten aus, kommt ihr mal nach Deutschland? Wer wäre dein Traumpartner auf der nächsten Tour? Philip: Ich würde liebend gern in Deutschland spielen und wir planen tatsächlich, nächstes Jahr nach Europa zu kommen. Traumhaft wäre natürlich mit einer der Bands zu touren, die uns beeinflusst haben, dann gäbe es stilistisch auch kein Problem. MI: Woher genau kommt ihr und wie sieht die Musikszene in eurer Gegend aus? Philip: Wir kommen aus dem Westen von Massachusetts. Viele Leute haben vielleicht schon mal etwas von Boston gehört, wie leben genau auf der anderen Seite des Bundesstaates. Die Musikszene hier ist wirklich großartig und einige bekanntere Bands kommen aus der Gegend, beispielsweise Killswitch Engage und Shadows Fall, aber auch kleinere Gruppen wie The Acacia Strain. Es ist ein tolles Land, solange einem Schnee nichts ausmacht. (cs) |
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