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24.01.2006 Queensryche
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Geoff, bekommt Ihr diesmal nicht viel mehr Feedback auf eine Veröffentlichung, nun, da Ihr den Release einer Platte mit dem gütesiegel-lastigen Titel "Operation Mindcrime 2" angekündigt habt? "Eigentlich nicht. Wir hatten auch für den Studio-Vorgänger "Tribe" wirklich viel Promotion. Wieso meinst Du?" Nun, ich könnte mir denken, nachdem Gott und die Welt nach einem zweiten "Rain In Blood", "Master Of Pupperts" oder "Painkiller" schreit, sind plötzlich eine Menge Leute voller nasser Höschen, wo doch die Fortsetzung Eures zweifelsfrei besten Albums kurz bevor steht? "Haha, ja, das mag sein" freut sich Geoff Tat kurz, kehrt dann aber schnell auf den Boden der Tatsachen zurück: "Es ist dennoch irgendwie frustrierend, dass die Leute sich so intensiv mit Gewesenem beschäftigen. Andererseits aber nachvollziehbar, schließlich ist Musik der Soundtrack zu Deinem Leben, und jeder verbindet etwas ganz Besonderes mit einem jeweiligen Album. So hat sicher auch jeder bestimmte Erinnerungen an "O.M.".
Warum man so etwas dann noch einmal aufgreift, ist für den Songwriter glasklar: "Die Platte ist eine Ansammlung einzelner Songs - mit einer nicht abgeschlossenen Geschichte. Alleine das genügt schon als Anlass."
Wie es sich dagegen mit dem musikalischen Erscheinungsbild der neuen Scheibe verhält, macht der Kaffe-Junkie unmissverständlich klar: "Die letzten beiden Alben haben musikalisch absolut nichts mit "O.M. 2" zu tun!" betont der Ami auf mein verdutztes Nachfragen hin auch ein zweites Mal, ohne mit der Wimper zu zucken. Wie kommt’s? Was den akustischen Auftritt der neuen Scheibe betrifft, wurde eine ganze Menge herumexperimentiert: "Vor allem wollte ich einen vielschichtigeren Klang als bei "O.M.", das über die gesamte Länge z.B. nur einen einzigen Snaresound und lediglich zwei verschiedene Gitarrenklänge aufweist, erzielen. Wir waren u.a. deshalb auch in San Franzisko in einem nahezu antiken Soundstore, eine sehr hilfreiche Erfahrung. Letztendlich wurden zu den Aufnahmen dann interessanterweise Gerätschaften verwendet, die wir bereits bei "O. M." eingesetzt haben." Entgegen den Ankündigungen auf der eigenen Homepage, wurden die orchestralen Elemente doch nicht im alten Europa aufgenommen…"Der Trip nach Prag wurde leider nicht realisiert." erklärt der Queensryche-Vorstand enttäuscht und nippt an seinem Kaffe. "Zwar hätten wir dort Weltklasse-Leute zu einem sehr guten Preis bekommen können, doch unser Arrangeur wollte Kalifornien auf keinen Fall verlassen, so dass wir schließlich in den Staaten aufgenommen haben.
Kurzer Themenwechsel: Wie steht Geoff Tate, stimmlich zweifellos auf Schlaghöhe mit Größen wie Rob Halford oder Bruce Dickinson, zu deren zwischenzeitlichen Äußerungen, der Metal sei tot?
Einen Sänger, den man entgegen manch anderer projektfreudiger Vorzeigestimme im Metal-Sektor auf kaum einem Output außer denen seiner Hauptband zu hören bekommt (vom eben erwähnten Soloalbum mal abgesehen). Genau genommen… - auf keinem einzigen. In diesem Sinne: Keep up the good work, dude! (heavy) |
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