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"No World Order" schimpft sich also der neueste Streich von Kai Hansen und seiner Mannschaft. Und was soll ich sagen? Wieder einmal haben es die Hamburger Metalikonen geschafft, einen amtlichen Kracher unters Bangervolk zu bringen, der sich gewaschen hat. Also alles wie gehabt im Hause Hansen? Nicht ganz. Während die letzten Scheiben der Ray`s in eine ziemlich bombastische Richtung gingen (Stichwort: Die Best-Of "Blast From The Past" und das letzte reguläre Album "Powerplant"), setzt man 2001 auf einen erdigeren und härteren Sound, was nach den Erfolgen der letzten Scheiben etwas verwundert. Anstatt ein "Powerplant Pt. 2" abzuliefern und auf Nummer sicher zu gehen, zitieren Kai Hansen und Gefolgschaft mehr denn je ihre Vorbilder Judas Priest und Iron Maiden ("Heart Of The Unicorn" bzw. "New World Order"), ohne diese jedoch 1:1 zu kopieren. Will sagen: Die typischen Hansen-Melodylines sind nach wie vor präsent und genau diese Mischung aus Priest-lastigen Arrangements und dem bewärten Gamma Ray-Sound machen "No World Order" zu einer verdammt unterhaltsamen Angelegenheit.
Dabei kommt die Abwechslung nicht zu kurz: Neben den bandtypischen Doublebasskrachern "Dethrone Tyranny" und "Solid" (grandios!) stechen besonders das bereits erwähnte "New World Order" und die beiden Ohrwürmer "Follow Me" und "Heaven Or Hell" heraus, die an selige Helloween-Zeiten erinnern. Ausfälle sind weit und breit keine auszumachen und die Band präsentiert sich abermals in absoluter Topform! Und wieder einmal sind Gamma Ray den Legionen an Trittbrettfahrern mehr als nur eine Nasenlänge voraus und unterstreichen erneut ihre Spitzenposition im Powermetalbereich! Bleibt nur noch eins zu sagen: KAUFEN und volle Punktzahl!
- Tobi Wiedemann <tobiwiedemann@web.de>
(21.05.2002)
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