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Es war das Jahr 2003 als ein geschätzter Metal-Inside-Kollege empfahl, die HARMONY Debut-Scheibe „Dreaming Awake“ „getrost mal anzuchecken.“ Eine gute Empfehlung. Trotzdem: Wer hätte erwartet, dass nach über fünf Jahren noch etwas neues von den harmonischen Schweden zu erwarten wäre.... Aber ja, HARMONY sind zurück. Mit einem Album, das sich für den melodiebewussten Hardrock-/Metal-Fan ebenfalls lohnt anzuhören.
Von der Urbesetzung sind noch Sänger Henrik Bäth, Gitarrist Markus Sigfridsson, Drummer Tobias Enberg und Keyboarder Magnus Holmberg dabei. Als Basser wurde auf den ehemaligen Pain of Salvation-Kollgen Kristoffer Gildenlöv zurück gegriffen. Mit dem Opener „Prevail“ zeigen die Schweden gleich die Richtung an. Ohne Schnickschnack geht der Song druckvoll und geradeaus zur Sache, ein ordentliches Power-Metal-Werk. Wie sich generell konstatieren lässt, dass „Chapter II: Aftermath“ deutlich mehr PS auf diese Schiene bringt, als der Vorgänger. Die neue Dynamik wird bei etlichen Songs durch hymnische Refrains und gekonnte Keyboard-Einsätze untermalt, ohne dass das Material an Kraft einbüst. Dabei kommt Henrik Bäths Stimme gerade bei Mid-Tempo-Nummern wie „Kingdom“ besonders gut zum Tragen, ebenso wie bei der Ballade "Silently We Fade". Bei den hohen Tönen wird es allerdings gelegentlich etwas dünn. Echten Neuigkeitswert bringt "I Run": Mystisch, abwechslungsreich durch Tempowechsel, zeigt der Song einen progressiven Ansatz. Abgeschlossen wird „Dreaming Awake“ durch "End of my Road" mit eingängigem Chorus. Wer also Power Metal mit Neoklassik und Prog-Elementen sucht, ist bei HARMONY definitiv gut beraten. (jeckyll)
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