Review

Saxon - Into The Labyrinth
 
Heavy Metal
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Steamhammer
Twilight
50:17 min
13


 

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Der Weg durch das Labyrinth ist beendet. Die Suche ist vorbei. Wer sich das bisher beste Album des Jahres sichern will, muss SAXON kaufen! Denn auch 2009 beweist die NWOBHM Legende, dass man mit Kontinuität auf hohem Niveau erfolgreich sein kann. Und so liefern SAXON mit ihrem neusten Album „Into The Labyrinth“ 13 intelligent arrangierte Metal-Tracks, die vor Vielfalt und Ausdruck nur so strotzen.
Der Opener „Battallions Of Steel“ beginnt mit getragenem Intro, das dann in ein typisches mit SAXON Riff übergeht. Endlich mal wieder eine echte Schlachthymne der Marke „Crusader“. Der Refrain mit weiblichem Chorgesang gibt dem Track einen majestätischen Touch. Großartig! Ganz anders und doch echt SAXON auch der nächste Titel: „Live to Rock“, ein einfacher In-Your-Face-Rocker à la AC/DC, der guten Chancen auf einen Platz in den SAXON Classics hat. Nummer drei, ,„Demon Sweeney Todd“, ist ein echter Headbanger mit Doblebass auf Highspeed-Level. Das Stück handelt von der gleichnamigen Romanfigur, einem Barbier, der seinen Kunden mit einem Rasiermesser die Kehle durchschnitt und die Leichen an einen angrenzenden Pasteten-Laden verkaufte. Ein guter Beweis dafür, dass man Metal Songs auch ohne klischeehafte Sex, Drugs & Rockn’ Roll-Texte schreiben kann... Das einminütige „The Letter“ bildet den akustischen Übergang zur zweiten Hymne des Albums: „Valley Of The King“. Auch hier verarbeitet Sänger Biff Byford historischen Stoff, die mysteriöse Graböffnung des Pharaos Tutanchamun. Und königlich-bombastisch episch und opulent kommt der Refrain des Stücks auch rüber. Aber auch eine Prise Blues gehört bei SAXON zum „Rezept Labyrinth“: „Slow Lane Blues“, eine originelle Midtemponummer schmeichelt den Gehörgängen, bevor mit „Crime Of Passion“, „Hellcat“ und „Protect Yourselfs“ drei solide Metalnummern folgen. Für mich aber der schwächere Teil des Albums. Fantastischer Kontrast: Die Halbballade „Voice“, in der Biff den Brand seines Hauses in Frankreich verarbeitet, bei dem er und seine Familie nur knapp dem Tod entkommen waren. Mit diesem Hintergrund auch für harte Rocker Gänsehautzeit. Zum Abschluss gibt der Sachsen-Fünfer noch mal Vollgas. „Come Rock Of Ages“, ein Song über die Metal-Szene, vermittelt METALLICA Feeling und weist leichte Anleihen bei „Seek And Destroy“ auf. Verabschiedet aus dem Labyrinth wird man akkustisch mit „Coming Home“, einer Neuversion des Song vom „Killing Ground“-Album. Auch wenn Biff’s Stimme sehr ausdrucksvoll klingt, ein eher unnötig Rausschmeißer...

Fazit: Sänger Biff Byford, die beiden Gitarristen Paul Quinn und Doug Scaratt, Bassist Nibbs Carter und Schlagzeuger Nigel Glockler haben unter der Regie von Charlie Bauerfeind ein extrem abwechslungsreiches Album auf Top Sound-Niveau kreiert. Die Briten halten damit das hohe Niveau der Vorgänger „Lionheart“ und „The Inner Sanctum“. Trotz des ein oder anderen Déjà-vue, deutliche Ähnlichkeiten mit bereits veröffentlichten eigenen Songs. Aber kein Wunder bei 30 Jahren lebendiger Geschichte im Zeichen des Adlers. SAXON Fans dürfen sich auf jeden Fall auf die „Battalions of Steel World Tour“ mit Co-Headliner ICED EARTH freuen, die im Februar über Deutschland hinwegrollen wird.
Neben der regulären CD erscheint das Album als ´Limited Edition Digipack` mit 70minütiger Bonus-DVD, auf der neben einer Tourdokumentation und dem offiziellen Videoclip zu ´Live To Rock` auch Biff als König Arthur in ´Parzival` zu sehen ist. (jeckyll)
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