|
Das 94er MASTERS-Album “Sunrise On The Sufferbus” hält bei mir zwei Titel: Es dürfte die Scheibe mit den seltsamsten Texten und zudem das Album mit dem völlig ohne Zweifel abgepfiffensten Cover-Artwork in meiner Sammlung sein. Wer sich Songs wie „Ants In The Kitchen“ („...there’s Ants in the Kitchen, I thought I’d let you know...“) geben kann und dabei nicht zum Grinsekuchen mutiert, ist klinisch tot. Nach dem 97er Live-Album und dem zwei Jahre später erschienenen „Welcome To The Western Lodge“ holen die Amis nun also erneut aus, um unseren Horizont ein bisschen zu erweitern. „Deep In The Hole“ bedeutet dabei trotz aller Weiterentwicklung einen Schritt zurück in die musikalischen Anfänge der Band, da sich Sänger, Gitarrist, Songschreiber und Produzent Chriss Goss diesmal wieder ein wenig mehr den Ursprüngen zuwendet und blues-orientierte, oft stoner-mäßige Riff-Attacken auf den unschuldigen Konsumenten loslässt, die sich allesamt gewaschen haben. Zeitgleich mit der ebenfalls in diesen Tagen erscheinenden Kings X-Scheiblette dreht sich wieder mal was eher Ungewöhnliches im heimischen Schacht – ja warum denn nicht? (heavy)
|