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Nach vier Jahren Schaffenspause melden sich Stephan Forte und seinen Mannen von ADAGIO endlich mit einem neuen Silberling zurück. „Archangels In Black“ heißt das gute Stück. Und wer jetzt genüsslich das Teil in den CD Player schiebt und die Fortsetzung von „Dominate“ erwartet, muss sich ein klein wenig umstellen. Denn ADAGIO sind härter und aggressiver geworden. Starten der Opener „Vamphyri“, „The Astral Pathway“ und die erste Auskoppelung „Fear Circus“ (zu der es auch ein Video zu bestaunen gibt) zunächst noch recht vergleichbar, zumal die Stimme vom neuen Sänger Chris Palin seinen Vorgängern schon sehr ähnelt, geht es mit „Undead“ rund, auch wenn das klassische Pianointro dies keineswegs vermuten lässt. Da wechseln gegrowlte Parts mit fast schon lieblichen Gesangsmelodien. Okay, das ist nicht neu, aber es ist nett umgesetzt. In die gleiche Kerbe schlägt auch der Titelsong „Archangels In Black“. Getoppt wird es allerdings von „The Fifth Ankh“. Der ideale Song für ein wenig Nackengymnastik und growlenden Frühsport um die Knoten auf den Stimmbändern zu lösen und schließlich genauso hoch zu kommen wie Chris Palin. Natürlich ist auch hier zwischendurch immer wieder die typische ADAGIO Note zu erkennen, die sich sowohl in den Keyboards wie auch in der Gitarrenarbeit widerspiegelt. Mit „Codex Oscura“ findet man schließlich zum gewohnten Sound zurück, ein wenig ruhiger und doch kraftvoll. Zum Abschluss gibt es mit „Getsu Senshi“ noch ein echtes Highlight, eingängig, ein bisschen verspielt und mit ordentlich Druck in den Drums, die den Song anziehen wie ein ICE. Hier passt mal wieder der Spruch, was lange währt wird endlich gut.
(tennessee)
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