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Einen Neuanfang wollen die alten Melodic Metal Haudegen mit ihrem neuen Album unternehmen und haben ihrem Sound gleichmal einen frischen, stellenweise sehr modernen Anstrich verpasst, mit dem man erst einmal warm werden will. Trotzdem ROUGH SILK sind immer noch ROUGH SILK, das hört man, unverkennbar an Mastermind Ferdy Doernberg deutlich heraus, der dieses mal die Vocals selber übernommen hat.. Nein, der Übersänger wird er nicht mehr werden, das muss der Bad Nenndorfer auch nicht. Zumindest nicht so lange, wie das Zusammenspiel aus Handwerk und Gesang so passt, wie es zum Großteil auf „A New Beginning“ der Fall ist. Die Truppe hat mit dem sing a long Opener „Temple Of Evil“, „The Roll Of The Dice“ und den beiden Nackenbrechern „Sierra Madre und „Warpaint“ richtige starke im Gepäck, die sofort ins Ohr gehen, wenn auch nicht unbedingt zu den anspruchsvollsten Songs der Rockgeschichte zählen. Zum Ende hin, gehen Rough Silk aber ein wenig die musikalischen Waffen aus. Ist der Titeltrack noch richtig gut, ist „Black Leather“ eher peinlich hoch drei. Ebenso missraten ist „We’ve Got A File On You“. Diese Punknummer soll lustig sein, ist aber eigentlich nur scheiße. Auch das folgende „Deadlike“ kann nicht überzeugen. Mit dem abschließenden „A Song For Hilmer“ einer kraftvollen Ballade im Jon Oliva Stil, verabschiedet sich Ferdy Doernberg von Hilmer Staacke, dem ROUGH SILK Original- Gitarristen, der 2006 verstorben ist. Unter dem Strich ist „A New Beginning“ kein Turbo-Start in eine neue Zukunft, aber sicherlich eine ganz ordentliche Basis.
(lk)
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