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Überrascht und ein wenig irritiert schaue ich auf. Habe ich nicht eben die neue Scheibe von DOPE STARS INC. in den Player geschoben? Ich muss mich vergriffen und THE KOVENANT erwischt haben. "21st Century Slave" drischt, kracht und ist irgendwie wie Würstchen mit Kartoffelsalat: einfach aber gut. Der eine mag es, der andere nicht. Die Italiener reichen hier alles, was die Neon-Dread-Cyber-Stampf-Brigade so wünscht über den Tresen. Das dritte Album versorgt sie mit viel Elektro- und Industrial Beats, simplen aber dreschenden Gitarren und Themen über die digitalen Welt. Dieses Album pustet die Ohrmuscheln ordentlich durch und macht Spaß. Oft geht es direkt in die Tanzmuskulatur, der Eifer täuscht aber nur oberflächlich darüber hinweg, dass es sich hier um leichte und vor allem unkomplizierte Strukturen handelt. Hektischer Cybersound mit irritierenden Geschwindigkeitswechseln vom Feinsten. Insgesamt sind die Songs sogar elektronischer als erwartet. Verzerrter wütender Gesang trifft auf dunkle kräftige Beats mit "Bladerunner"-Visionen. Das MARILYN MANSON lastige "Omegadrones" oder der hymnenartige Titeltrack marschieren streng elektronisch voraus, mit "Digital Warriors" zeigen die Südeuropäer jedoch auch genug Rock, als dass sie zu synthetisch wirken. Die obligatorische Ballade "When I See You Smile" kann nicht gegen "It's For You" anstinken, die erste misslungen, die zweite mit Schmusepiano erstaunlicherweise ganz interessant. Insgesamt spielen DOPE STARS INC. recht eingängigen, harten Elektro-Rock-Industrial, den man wohl rationiert gut hören kann, der jedoch bei Überdosis wirkt wie Kartoffelsalat mit zu viel Majo. (sk)
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