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Auf ihrer Insel werden die Briten ENTER SHIKARI mittlerweile als der heiße Scheiß gehandelt, das nächste große Ding, bei uns hingegen interessiert sich kaum jemand für sie. Zu Unrecht! "Common Dreads", ihr mittlerweile zweites Album (nicht mitgezählt "The Zone" und diverse EPs und Singles) hat es wieder mal in sich. Trancecore nennen sie ihren Stil, soll heißen, man mischt fleißig Energie und Attitüde des Hardcore mit den Gesangslinien des Britpop und orgelt mit zerstörerischen Disco-Keyboards drüber. Das ist mitunter chartstauglich ("No Sleep Tonight"), annähernd dancefloortauglich ("Gap In The Fence"), kann aber auch beängstigende Intensitätsgrade annehmen ("Zzzonked"). Wer also schon immer mal wissen wollte, wie eine Mischung aus BLUR, SCOOTER und FAITH NO MORE klingen könnte, wer überlegt wie REFUSED wohl heute tönen würden, oder wem LINKIN PARK in den letzten Jahren viel zu zahm geworden sind, sollte sein aufgeschlossenes Ohr mal den Jungs aus St. Albans leihen. Oder auf ihrer schicken Homepage mal das Video zu "Juggernauts" antesten. Oder sie im Herbst mit THE PRODIGY auf Tour bewundern, zu denen sie wunderbar passen. Nix für den Durchschnittsmetaller, aber frisch wie eben vor zehn Jahren THE PRODIGY, songwriterisch begnadet und experimentierfreudig und für mich ein veritabler Ersatz für eine meiner liebsten 90er-Jahre Bands, die ewig unterbewerteten THINK ABOUT MUTATION. Also, von meiner Seite aus Daumen hoch für ENTER SHIKARI - nur schade, dass die famose 2008er Single "We Can Breathe In Space, They Just Don't Want Us To Escape" (Killer-Songtitel auch) nicht auf dem Album gelandet ist, das wäre für mich noch das Sahnehäubchen gewesen. (mono)
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