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Ohne vorherige Recherche hätte ich die Italiener MALFEITOR wohl in die polnische Schublade gesteckt, tönen sie auf ihrem Zweitling „Incubus“ doch wie eine Mixtur aus BEHEMOTH, HERMH, AZARATH und diversen anderen Ostblockikonen des Schwermetalls. Auch müht man sich redlich, seinen Schwarzstahl dem Standard anzupassen und zieht leider mit aller Gewalt sämtliche Register der aktuellen Effekt-Palette. Den Gesang formt man zweistimmig, das Tempo überpendelt brav Getragenheit und Sturm – leider macht man mit der penetrant oberflächlichen Kombination des engstirnigen Nähmaschinen-Schlagzeugs und brachialer aber einfallsloser Gitarren-Schreddereien zumindest bei Songwriting-Fetischisten keinen Stich und rettet sich hörbar in den Freundeskreis genügsamer Gemüter. Aufwind bringt die tighte Produktion, die Hass und Aggression direkt von Instrumenten und Stimmbändern nimmt und in veredelter Form in die heimische Butze schickt. Für die Tatsache, dass die Mitglieder von MALFEITOR unter anderem bei Truppen wie STORMCROW und FUNERAL ORATION aktiv sind oder waren, suche ich bis zuletzt deutliche Hinweise, die mir allerdings nicht vor die Füsse fallen möchten und „Incubus“ weder in Richtung „Wounded Skies“ noch in die Breiten des genialen „Sursum Luna“ treiben.
Fazit: Raubeine, die auch Alben ohne Geheimnisse und verborgene Juwelen geniessen können, liegen hier goldrichtig! (hm)
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