Review

Svartby - Riv, Hugg Och Bit
 
Folk
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Trollzorn Records
Soulfood
42:54 min
14


 

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Ich bin nach wie vor verwundert angesichts der Tatsache, dass die russischen Folk-Metaller SVARTBY den kompletten lyrischen Inhalt ihres Albums „Riv, Hugg Och Bit“ in schwedischer Sprache abgefasst haben – eventuell soll dies dazu dienen, den einen oder anderen Wertungspunkt für den Skandinavien-Faktor einzufahren. Auch musikalisch orientiert man sich nämlich in nördliche Gefilde und konzentriert sich auf die Pfade gestandener Genre-Kollegen wie Korpiklaani und Finntroll, deren Humppa-Lagerfeuer-Folk Metal schon so manchem Trittbrettfahrer in die Karten gespielt hat. SVARTBY geben sich netterweise jedoch nicht mit blosser Nachahmerei zufrieden und drücken ihren Kompositionen einen eigenen und eigenwilligen Stempel auf, indem sie dem prinzipiell heiteren akustischen Treiben eine vokale Form von Aggression und Brutalität beimengen. Dies hebt die Truppe zwar aus der Masse, mag sich zumindest in meinen Ohren aber nicht zu einer stimmigen Mixtur verbinden, zumal die garstigen Shouts gänzlich kampflos der Eintönigkeit verfallen und trotz des kreativen Hintergrundes keinen Stich machen. Schade eigentlich, denn instrumental geht man auf Nummer Sicher und bastelt mit pompösen Keyboardwellen und kräftigen Gitarrenläufen grundsolide Klangbauten zusammen, denen keinerlei Makel anhaftet – sieht man einmal von den Längen ab, die sich an manchen Stellen ins Tonmaterial eingeschlichen haben; es ist schliesslich auch nicht leicht, eine dreiviertel Stunde Spielzeit mit Gitarren und Elektroklavier zu füllen, ohne sich dabei zu wiederholen. Bringt man die nötige Geduld auf und hört sich aufmerksam in die Stücke ein, so gewinnt der Sechssaiter zunehmend an Fahrt und reisst das Zepter mit flinken Soli und den bereits angesprochenen harten Riffs an sich. Die Produktion überzeugt über weite Strecken mit nachvollziehbar deftigem Sound, hinterlässt besonders bei den Gesangsparts bisweilen aber einen etwas dünnen Eindruck, weswegen unterm Strich die Frage bleibt, ob Inhaber diverser Korpiklaani-Aufnahmen sich wirklich dazu genötigt fühlen müssen, sich SVARTBY’s Zweitwerk „Riv, Hugg Och Bit“ in die Sammlung zu holen... (hm)
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Kom I Min Kittel
(am 31.03.2008 von memme)
 
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