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Nachwievor bin ich mir nicht sicher, ob die herbe Kombination aus Doom und Black Metal, die BLUTVIAL auf ihrem Erstling „I Speak Of The Devil“ bieten, nun harmoniert oder nicht. Zum einen begeistert mich der grässliche und genial-minimalistische Raw Black Metal schwedisch-norwegischer Prägung, den die beiden Briten Aort und Ewchymlaen fabrizieren – der Leibhaftige selbst hätte keine kältere Endzeitatmosphäre intonieren können – zum anderen kaue ich lange am zähen Doom-Gebäck, welches mir in Form von überlangen Kompositionen wie „1584“ und „Hiraeth“ zum Knabbern gereicht wird. Zweifellos hantiert man auch Doom-technisch fabulös und trifft den verödeten Nerv der geneigten Fangemeinde; mein Ding bleibt aber stets der schwarzmetallische Anteil der Scheibe. Klirrende Gitarren führen Feder und wagen gelegentlich dezente Ausflüge in rockige Thrash-Gefilde, was letztlich den kleinen Unterschied zu anderen Knochen-Kapellen wie Darkthrone ausmacht. Stimmlich fährt man sich zwischen „Under A Funeral Moon“ und „In The Nightside Eclipse“ fest und räumt trotz glücklicherweise fehlender Not zur Variation die volle Punktzahl ein. Mir bleibt also nichts zu tun, als wahrhaft meisterliche Singspiele wie „Seethe My Darkness“ an mir vorbeipoltern zu lassen und mich genüsslich zurückzuerinnern an die schmerzlich vermissten neunziger Jahre, in denen der Black Metal seinen Zenit besetzte und seinen bis dato beeindruckendsten Wirkungsgrad entfalten konnte. Die Aufnahmequalität spricht dieselbe Sprache wie das Songwriting und umgarnt den nostalgischen Hörer mit entwaffnender Einfachheit, die ihre Tentakel nach jedem Freund des gepflegten Altmetalls ausstreckt und umgehend besitzergreifende Auswirkungen hinterlässt. „I Speak Of The Devil“ kann ich nur mit dem Daumen nach oben bewerten, wenngleich aufgrund meiner Engstirnigkeit auch einige Abstriche der Doom-Abschnitte wegen zu tätigen sind. (hm)
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