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Ich mag ja vielen Bands Unrecht tun, wenn ich das Gefühl nicht los werde, dass es in unserer Bananenrepublik ein eklatantes Ungleichgewicht gibt, was die geographische Verteilung einheimischer Hardrock-Combos betrifft. Trotzdem fällt mir außer Axxis spontan keine andere Plüsch-Band mit Plattenvertrag ein, deren Heimat nicht südlich von Frankfurt liegt. Und so kommen auch die vorliegenden SHYLOCK von unterhalb des Weißwurscht-Ekwators, nämlich aus dem beschaulichen Würzburg. Das der bajuwarische Vierer - süddeutsche Gemütlichkeit hin oder her - gelegentlich auch ganz ordentlich rocken kann, beweisen die Jungs auf dem vorliegenden "Pyronized", dem Follow-Up des bereits ordentlichen Debüts. Zwar stehen nach wie vor die Keyboard recht weit vorne, aber da Johannes Löhr’s Gitarrenarbeit zumeist doch ganz ansehnlich rockt und rollt, kann hier jeder Freund von Bands der Marke Bonfire unbesorgt zugreifen - u.a. auch deshalb, weil Matthias Schenk’s Vocals nicht unwesentlich an eben diese (natürlich auch bayerische) Band erinnern und Schmachtfetzen der Marke ‚Another Lonely Night’ neben Bonfire’s ‚Give It A Try’ in der ersten Liga mitspielen können. Well done, und ich bin gespannt, wozu SHYLOCK beim dritten Album fähig sind, wenn’s dann richtig drauf ankommt! (heavy)
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