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Nach zwei Jahren exzessiver Umtriebigkeit, aus der ein Demo, eine EP und zwei Splits hervorgingen, präsentieren die spanischen Death Metaller GRAVEYARD nun ihren ersten Langspieler „One With The Dead“, mit dem sie konsequent ihren Weg contra Trend und Modernität fortsetzen und Old School Todesstahl der ursprünglicheren Sorte auf den Tisch legen. Ruppig und gespickt mit Ecken und Kanten legt man los, growlt sich die Seele aus dem Leib, montiert thrashiges Riffing und befände sich wohl auf dem direkten Weg zu den Quellen, verfügte man nicht über ein relativ glatt poliertes Tongewand, dessen Beflissenheit die frühen Tage dieser Musikrichtung vergessen macht. Dafür haut das Songwriting durchweg in die Kerbe der Kinderschuhe – tackernde Rhythmen, schwelliges Fading, stetiger Druckaufbau zur überdurchschnittlichen Aggressionsentladung. Im Vergleich zum aktuellen Material genregleicher Truppen hinken GRAVEYARD in allen Belangen freilich böse hinterher und vermeiden auch jeden Schritt in die aufwendige Richtung, was sich besonders in der simplen und teilweise auch wackeligen Instrumentierung niederschlägt, dem Gesamtbild jedoch einen gewissen spröden Glanz verleiht und echten Fans alter Zeiten mit Stücken wie „Riding A Pale Horse“ quasi ein Götzenbild vor die Nase setzt, dessen Anbetung die Mühe wert ist. Unterm Strich poltert „One With The Dead“ also am öffentlichen Interesse vorbei, wird aber viele Interessenten finden, die sich das Scheibchen mit gierigen Fingern in die heimische Sammlung holen werden. Old School Terror! (hm)
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