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INFINITE HORIZON aus Nordrhein-Westfalen treiben sich nunmehr bereits seit zwölf Jahren im Unter- und Übergrund herum, haben bislang allerdings mit keinem ihrer drei Langspieler Zugang zu mir gefunden – dies mag verschiedene Gründe haben, nicht jedoch die musikalische Qualität der Herrschaften. Von eben dieser darf ich mich nämlich anhand von Album Nummer Vier, „Dominion“, klangvoll überzeugen. Dabei ist das Erfolgsrezept für eine gelungene Scheibe im Falle von INFINITE HORIZON denkbar einfach: Man komponiere möglichst einprägsame Melodien, versehe diese mit möglichst einprägsamen Texten und Refrains und setze die Theorie handwerklich tadellos in die Praxis um. Leichter gesagt als getan freilich, doch verfahren die Mannen strikt nach diesem Leitfaden, verzichten abgesehen von Keyboardgeplänkel von wirren Experimenten und gezwungener Pseudo-Kreativität und kreieren Lieder, die sich ins Gedächtnis fressen und zum Mitgrölen einladen. Geile, progressive Klangbauten stellt man in die Landschaft, die erhaben schallende Refrains bergen; das Riffing wirkt an die Grundbedürfnisse des Albums angepasst und wird ein ums andere Mal zerrissen von patenten Gitarrensoli; stilistisch bewegt man sich wie angesprochen recht progressiv auf dem Pfad rockigen Power Metals. Auch zeigt man sich nach aussen sehr liberal und klöppelt auch Elemente von Truppen wie Evergrey, Metallica und Mercyful Fate in sein schillerndes Gesamtwerk. Gekrönt wird die Schöpfung von einer erstklassigen Produktion, die den Mittelweg zwischen Aggressivität und Gefühl findet. „Dominion“ ist daher eine durch und durch empfehlenswerte Scheibe geworden, mit der INFINITE HORIZON zwar nicht für Furore sorgen aber viel bieten für das Geld der Konsumentenschaft. (hm)
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