Vorwort:
„’In namenlosen Tiefen’ ist das erste Demo der Lübecker Band ALLMACHT und markiert zudem das einjährige Bestehen der Band. Die Musik ist darauf bedacht, atmosphärische Momente zu erzeugen, während sich die Texte um Natur und Vergänglichkeit drehen. Gleichzeitig steht bei ALLMACHT der individuelle Ausdruck im Vordergrund und es ist nicht das Ziel, Konventionen und Klischees eines Genres zu bedienen…“
Soweit der Auszug aus dem Beiblatt zum Demo der Norddeutschen, die damit die wichtigsten Fakten klar umrissen haben.
Leider vergisst man in seinem Infotext die exzessive Verwendung einer merkwürdigen Mischung aus Monotonie und Melodik, die dem vorliegenden, ich denke mal ich kann das Material dem Black Metal zuordnen, Schwarzmetall eine unfreiwillige Langatmigkeit verleiht, die im Falle von ALLMACHT eben nicht gewollt erscheint, sondern das Resultat des seltsamen Songwritings darstellt, das emotional zwar punkten kann, für sich gesehen aber unschlüssig bleibt und mich nicht so recht durchblicken lassen will.
Dezent klopft das Schlagzeug, die Gitarren widmen sich wie angekündigt auch akustisch der Vergänglichkeit, der Schreigesang passt perfekt.
Etwas störend aber für eine Demoaufnahme entschuldigt wirkt der Sound, der dem Gesamtbild den Eindruck verleiht, das Schlagzeug stünde in einem anderen Raum als Gitarre und Gesangsmikro – den Tieftöner entdecke ich nur beim Track „Vergänglichkeit“ (womit wir wieder beim Thema wären) wirklich deutlich.
Insgesamt also ein Unentschieden, das die drei Herrschaften von ALLMACHT mit „In namenlosen Tiefen“ da auf uns loslassen – als erstes Lebenszeichen durchaus passend aber für mich nicht leicht, einen Konsumentenkreis zu finden, dem ich die Scheibe vorbehaltlos ans Herz legen könnte.
(hm)
|