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Mit ihrem selbstveröffentlichten Erstling „Dethroned Mankind“ kommen die vier Black Metaller DARKSOUL um die Ecke und liefern einen schwerverdaulichen Brocken Schwarzmetall, der mir noch lange im Magen liegen wird…
Nachdem das Intro „The End Of Human Era“ völlig in seiner eigenen Dusseligkeit ersoffen ist (ich frage mich, wie man sich ein derart überflüssiges Intro einfallen lassen kann), schreiten wir voran zum Titelstück, das die Platte quasi eröffnet.
Und hier zieht man seine ersten Asse aus dem Ärmel, denn mit leichter Hand hakt man Notwendigkeiten wie Hass (Stimme), Melodik (Gitarre) und Aggression (Schlagzeug, Stimme, Gitarre) ab, während der Aspekt ‚Kreativität’ noch unbearbeitet bleibt.
Das nächste Kapitel „Darkest Rapture“ eröffnet mit einem computergleichen Drumpart, vor dem ich meinen Hut ziehe – überhaupt tönt das Schlagzeug akkurat wie ein schweizer Uhrwerk und hätte von der Konserve nicht besser gemacht werden können. Hinzu gesellen sich thrashige Gitarrenriffs und die garstige Schreistimme – passt überhaupt nicht zusammen, kickt aber ass – weiter geht’s.
Stilistisch ähnlich verhält es sich mit „Deathmarch“, erst „Onwards To Hell“ reisst das Ruder instrumental wieder in die schwarzmetallische Richtung und bietet einige atmosphärische Ansätze, die bei „My Way Of Sorrow, der Album-Schnecke, allerdings schon wieder verschwunden sind.
Das letzte Stück ist zugleich auch das längste – „On Murderous Steps“ umfasst knapp zehn Minuten und präsentiert noch einmal das gesamte Album im Schnelldurchlauf; als Querschnitt sozusagen.
Leider finde ich auch hier nichts neues, das Album verklingt mit fadem Beigeschmack.
Und wie oft ich mir „Dethroned Mankind“ auch zu Gemüte führe, irgendwie kann die Scheibe bei mir nicht zünden.
Bei aller Mühe, authentisch und böse zu wirken, vergisst man immer wieder die eigene Note und steckt letztlich bis zum Hals im Sumpf aus Black, Thrash und Monotonie – ohne aber eindeutig Stellung zu beziehen und sich für eine Komponente zu entscheiden.
Darum ziehe ich einen Strich unter DARKSOUL, verneige mich vor dem starken Drummer und warte ab, was die Zukunft bringt – der erste Schlag war zwar kein Schlag ins Wasser, aber auch kein Griff nach den Sternen.
(hm)
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