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Hat man endlich das pompöse Intro hinter sich gebracht, stürzt man lechzend mitten hinein ins Feuerwerk von KADAVRIK und ihrem Zweitwerk „Wine Will Turn To Blood Again“. Eines gleich vorweg: Die fünf Herrschaften landen damit einen Volltreffer! Es wundert mich, dass die der Band anhaftende Stilistik vom Metal-Archiv in den Bereich des Melodic Death Metal verschoben wird, hat man es doch hörbar mit Symphonic Black Metal oder etwas ähnlichem zu tun – klingen tut das ganze, abgesehen von den atmosphärischen Schwankungen einiger Tracks, jedenfalls intensiv nach DIMMU BORGIR, CRADLE OF FILTH und anderen Vertretern der hochglänzenden Schwarzmetall-Schiene. Grund hierfür sind zum einen die erhabenen Keyboardteppiche, die an allen Ecken und Enden entrollt werden, zum anderen die Schreistimme, die Dani Filth und Shagrath nicht anders auf die Platte gebracht hätten. Zuletzt addiert man noch wuchtige Gitarrenriffs hinzu, die aufgrund ihrer hohen Stimme und der wenig drückenden Natur aber auch nur bei Stücken wie „Wherever My Path Leads“ dem Death Metal zugeordnet werden können. Das i-Tüpfelchen kommt ebenfalls vom Sechssaiter: Handwerklich meisterhafte Leads und Soli sprudeln chronisch vom Griffbrett und drücken „Wine Will Turn To Blood Again“ einen extrem professionellen Stempel auf. Vergleicht man zuletzt auch noch die tolle Produktion mit Major-Veröffentlichungen, so mag man nicht glauben, dass es sich bei KADAVRIK um Eigenproduzenten ohne Labelheimat handelt. Es ist daher ein bisschen schade, dass sich die Mannen nur wenig von den berühmten Vorbildern unterscheiden, doch bewegen sie sich auf derart hohem Niveau, dass es ausgeschlossen ist, ihrem Silberling einen Makel anzudichten. Top! (hm)
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