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Grimm - Kalt Wie Dein Herz
 
NDH/Gothic Rock
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Danse Macabre
Alive
67:29 min
12


 

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Wahnsinn, wie nah cool und grottig doch beieinander liegen können. GRIMM wären nicht die ersten die ihre Mischung aus harten Gitarren, Electro und einfachen deutschen Texten mit Karacho an die Wand fahren. Was bisweilen wie UMBRA ET IMAGO klingt (und natürlich auch mal von Schenkeln und Geschlecht singt) und manchmal ähnlich plump gereimt durch den Song stolpert wie bei ebendieses ist das Problem des Albums: Die kehlig tief gegrummelten Vocals im NDH-Mittelfeld sind bei gleichzeitiger Plattheit oft zu ausführlich (das ist nicht automatisch auch anspruchsvoll) um eine Hymne zu werden und fast immer zu banal als dass ich sie guten Gewissens bei offenem Fenster hören würde. Und hätte das Duo sich nicht die Unterstützung einer wirklich guten (weil klaren und eher untypisch-poppigen) Frauenstimme von Carina De Jesus gesichert, die - vom unnötigen Stönen abgesehen - ganz ab vom gängigen Klischee agiert, ließe sich "Kalt Wie Dein Herz" sehr leicht in die "NDH die hundertste"-Ecke abschieben. Ich war geneigt nach dem schwachen Opener "Konsumier Mich" die CD erstmal liegen zu lassen, doch die besseren Songs kommen später: Das langsame "Tanzen" das eben nicht den naheliegenden Weg harter Gitarren sucht sondern sich nach zig Anläufen auf einen Höhepunkt in einem originellen Rhythmus und harmlose Melodie flüchtet. "Liederjan" schafft trotz oberflächlich simplem Text durch viele Gesangsstimmungen eine ganze eigene Laune zu schaffen. Mit Gothic-Touch, etwas rockigen Gitarren, vielen Text-Klischees, viel Elektronik und einer vielseitigen Songauswahl (die mehr Durchhaltevermögen als die ersten paar Songs braucht) ist GRIMM eher NDH-Bereicherung als Ärgernis (und somit anders als der Anfangs erwähnte Vergleich), und doch: Etwas mehr Linie werden sie brauchen um sich einen Namen zu machen - mit ihrer Sängerin, etwas mehrschichtigeren Texten und musikalischen Wendungen wie in "Tanzen" sollte das klappen. (dod)
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