Review

HIM - Deep Shadows And Brilliant Highlights
 
Rock
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
GUN
BMG
49:20 min
12


 

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Dieses Review wurde bisher 2786 mal gelesen.
Eines steht bereits nach dem ersten Hördurchgang von „Deep Shadows and brilliant Highlights” ganz eindeutig fest: Den „HIM“, der mit seinem Erstlingswerk „Greatest Love Songs No. 666“, damals noch als reiner Insidertipp gehandelt und erst durch das „Wicked Game“ Cover so richtig bekannt wurde und dabei noch wirklich schön düsteren, schweren Gothic Rock zelebrierte, den gibt es leider heute nicht mehr. Aber eigentlich gab es ihn ja schon nach dem letzten Album nicht mehr so wirklich, denn die in den Hitparaden so erfolgreichen melancholischen (Balladen) Songs von „Razorblade Romance“ mal von dem Killersong „Join me“ abgesehen, waren doch produktionsmäßig schon ziemlich glatt gebügelt. Auf „Deep Shadows and brilliant Highlights” ist nun (fast) nichts mehr von der etwas depressiv/melancholisch traurigen Grundstimmung und den fetten Gitarrenriffs des Debüts vorhanden. Die Songs kommen jetzt viel eher mit einem „leichten“ und lockeren Touch rüber. Ich will jetzt hier nicht auf der üblichen Schiene im Stile von „... an den Kommerz verkauft“ oder „Verrat an seinen alten Fans“ reiten, sondern nur anmerken, daß der „Ville“ von 2001 nicht mehr der Musikrichtung von vor vier Jahren entspricht. Für manche Kritiker, und anscheinend auch für ihn selbst (lt. Interviews) ist es eine logische musikalische Weiterentwicklung, andere werden sagen, er liefere nur noch reines Chartsfutter ab und den Fans wiederum scheint dies alles völlig Schnuppe zu sein, denn die CD geht weg wie Freibier, die Konzerte sind voll und durchaus unterhaltsam (siehe auch unser Konzertbericht!). Sicher die typischen HIM Balladen sind auch wieder vertreten „In Joy and sorrow“ oder „“ aber ansonsten sind die Songs etwas weniger schwülstig und aufgeplustert und gehen eher in eine normal „rockigere“ Richtung im weitesten Sinne. Von reinen Popsongs, wie vielfach schon gelesen, möchte hier nicht sprechen. Ein Ohrwurm jagt den nächsten und die Melodien gehen sofort ins berühmte Ohr. Ville Vallo bietet mit der Band HIM „seinem“ Anhang halt daß, was sie haben wollen und typische Balladen wie „Beautiful" oder „Love you like I do" mit tiefen Timbre. Die Gitarrenbretter und schweren Riffs der Anfangszeiten sucht man hier vergebens. Man hat schon den Eindruck, daß HIM mit etwas angezogener Handbremse auf der ganzen CD unterwegs sind. Midtempo Tracks wie „Heartache every Moment“ oder das etwas schnellere „Pretending“ (Top Ten Hit) mögen trotz allem zwar einfach und kalkuliert sein aber eines sind sie ganz sicher nicht - schlechte Songs. Ein Totalausfall hingegen ist das ziemlich geseierte „Close to the Flame“ - ein reiner Lückenfüller. HIM sind ordentliche Rockmusiker, die recht abwechslungsreiche Musik in Konfektionsgrößen abliefern – mehr aber auch nicht. Den ganzen (künstlichen) Hype um Herrn Vallo, der ganz sicher eine ausdrucksstarke und tolle Stimme hat, haben doch größtenteils die Medien inszeniert, allzuviel musikalische Substanz oder gar etwas besonderes steckt momentan nicht mehr dahinter. (maio)
Kommentare         neuer Kommentar
 
Das einzig richtig düstere Lied ist "Love you like I do" auf den Rest kann man verzichten!
- Dark LAdy666 <paulabalov@yahoo.de> (18.09.2004)
 
Man kann auf alles verzichten! Und düster ist gar nichts!
- ich (07.09.2005)
 
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