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Ich erinnere mich an „The Alleviation“, das Erstwerk der Norweger SWORN, und daran, dass ich die Herrschaften schon seinerzeit als etwas wie das beste Pferd im Stall des Twilight Vertriebs gesehen habe. Gekonnt hantierte man schon damals mit Brutalität und Melodik und setzt diese Agenda auch mit dem Zweitling „Bastards And Conquerors“ fort, wenngleich sich die Waagschale dieses Mal deutlich in die harte Richtung senkt. So dient die Verspieltheit nun ausschliesslich als Einpeitscher für die Knüppelparts und lässt sich ein ums andere Mal dankbar überrollen von tiefen Gitarren-Tsunamis, die sich nicht so recht zwischen Death und Black unterscheiden wollen und als diesbezügliches Mischwesen geschlechtslos genial die Szenerie unterjochen. Wen interessieren die hasserfüllten Vocals, die gerade als Klarstimme eine immense Wirkung entfalten, wenn im Hintergrund der elektronische Wahnsinn tobt?
Eine dreiviertel Stunde lang laufen Riffs und Soli vom skandinavischen Stapel, die mein Herz höher schlagen lassen und ihren Schöpfer auf das höchste Podest heben, das Songwriting erbaut dazu noch patente Spannungsbögen, die die nötige Atmosphäre ins Spiel bringen – und fertig ist ein handfestes Album, das sich kein Headbanger entgehen lassen sollte. Lediglich die Geschmäcker, die sich permanente Variation erbitten, sollten „Bastards And Conquerors“ vor dem Einkauf einer eingehenden Prüfung unterziehen… alle anderen schlagen blind zu.
(hm)
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