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Mit „Ashes Of Angels“ holen die französischen Trümmerknaben AOSOTH zum zweiten Schlag aus und landen vielleicht keinen Voll-, in jedem Falle aber einen schweren Wirkungstreffer in die Magengrube des Christentums. Man lässt sich nämlich hörbar beseelen vom ewigen Kampf gegen das Lamm und fährt hierzu schwere Geschütze auf. Überwiegend im Uptempo-Bereich angesiedelt prügelt man sich durch zwei handvoll hassgefüllter Atombomben, gelegentlich kommt der Sidestep hin zum Midtempo, ausgeschlossen bleiben Gemächlichkeit und Milde. Die Schiessbude führt die Feder und nagelt eine Rhythmuslinie nach der anderen an die Kirchentür, garstig folgt der kehlige Sprechgesang, die tiefgestimmten und bleiern wirkenden Gitarren werkeln derweil an zweiter Front und trotz aller Intensität spürbar nagend und ausufernd unterschwellig. Dezente Soloparts der Sechssaiter wie bei „Path Of Twisted Light“ werden als düstere Passion in Szene gesetzt und treiben den Heiland unbarmherzig in Richtung Golgotha, der Schaden ist angerichtet, es gibt kein Zurück. Fast hypnotisch pendelt das Riffing zwischen AOSOTH und ANTAEUS, manches Mal wird die unsichtbare Grenze überschritten und beide Projekte verschmelzen zum Rattenkönig der Blasphemie. In logischer Folge schliesst das Album auch mit einem ANTAEUS-Cover, „Inner War“, das die letzte Chance ergreift dem Hörer das Gehirn aus dem Schädel zu blasen. Unterstützt von der unfassbar energiegeladenen Produktion gelingt dies vortrefflich, „Ashes Of Angels“ platziert sich als Fels in der Brandung des modernen Black Metal der durch und durch rabiaten Sorte. Hier darf blind zugegriffen werden! (hm)
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