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Remixe sind langweilig, meist eine Zumutung und bieten nur gelegentlich etwas Neues. Wenn sich Remixe dann auch noch auf ein einziges Album fokussieren kann man schon mal fiese Reizlosigkeit voraussetzen. KMFDM versuchen es natürlich trotzdem. Auf "Blitz" folgt in logischer Konsequenz "Krieg". Der koordinierte Einsatz verschiedener Koryphäen der Alternative- Metal- Electro- Genre macht aus diesem Remixalbum wider Erwarten sehr tanzbare Unikate, denen man die Feder der Remixer sofort anhört. Dabei macht besonders die Mischung der Künstler den Reiz aus: COMBICHRIST poliert "Bait & Switch" mit ordentlichen Electro- Aggrotech auf, während PRONG diesem Song den typischen Groove- Metal einhauchen. "Strut" ist im Original ein Song, bei dem man immer irgendwas von 2 UNLIMITED im Ohr hat, somit liegt der Disco Balls Mix vom KMFDM Drummer förmlich auf der Hand. Die großartige Disco-Note könnte glatt in "Saturday Night Fever" Platz finden. "Never Say Never" war auch schon mein persönlicher Hit auf "Blitz", kein Wunder, dass sich gleich drei Künstler an seiner Verschönerung versuchen. WHITE ZOMBIE Drummer de Prume und SKINNY PUPPTY Gründungsmitglied Ogilvie kommen mit ihren harten und fröhlichen Versionen nahe an den Komor- Mix heran, der natürlich aufgrund des Frauengesangs ein wenig nach ZOMBIE GIRL riecht und sich einfach genial anfühlt. "People Of The Lie", im Original eher seicht stampfig, wird von STATIC X Gitarrist Fukuda liebevoll und bedächtig interpretiert, während APOLLO 440 Sängerin Mary Byker ein recht langweiligen Mix hinlegt. Zwei Versionen von "Davai" kicken nicht übermäßig, und schade auch, dass sich niemand an einen Mix von "Me & My Gun" gewagt hat. Hat man Spaß an KMFDM und den genannten Interpreten ist "Krieg" sicher eine Daseinsfreude. (sk)
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