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Unverhofft kommt oft – und in diesem Fall in Form von LORAINE, die mit “Neoliar” eine der besten Eigenproduktionen des noch jungen Jahres vorlegen. Optisch und konzeptionell ist die Scheibe eine runde Sache und, anders als bei diversen Photoshop-Kombos, die sich nur gegründet haben, um ein Albumcover gestalten zu können, spricht mich auch die Musik an. Die Idee ist einfach: Brutaler Death Metal vermengt sich diesmal nicht mit Grind-, sondern mit Metalcore und vollbringt im Prinzip Stangenware, die in dieser Qualität jedoch erst einmal produziert werden will. Das Riffing ist so simpel wie eingängig, das Wechselspiel der Instrumente knackig, der zweistimmige Gesang passabel, das Songwriting flexibel und facettenreich, die Produktion schlicht beeindruckend. Hörbar wurde hier viel Herzblut verarbeitet, die Liebe zum Detail springt einem angesichts der tollen Gitarrenarbeit förmlich an. Schade eben, dass man sich nicht von der einfachen Ideen wegbewegt und Innovation zumindest anstrebt, innerhalb der vorgegebenen Linien wirbelt man aber mächtig Staub auf und präsentiert mit „Neoliar“ ein Album, das gehört gehört. Ich hoffe auf weitere Schandtaten von LORAINE, denn ich habe das Gefühl, noch längst nicht alles auf die Ohren bekommen zu haben, was in den Mannen steckt. Prima! (hm)
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