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„In Decay – How Greed Takes Us To Our End“ – so der klangvolle Titel des zweiten Demobandes der belgischen Old-School-Black-Metaller SLECHT – und so slecht man sich gibt, so slecht macht man auch Musik. Das Beste am vorliegendem Silberling ist, dass man bereits nach gut zwanzig Minuten wieder Ruhe hat und sich wichtigeren Angelegenheiten widmen kann. Was bekommt man also geboten auf „In Decay“? Nun, Schwarzmetall der alten Schule eben. Dummerweise scheint es sich nicht bis nach Belgien herumgesprochen zu haben, dass sich hinter der alten Black-Metal-Schule mehr verbirgt, als schräge Töne. So ringen sich die vier Antwerpener fünf abgrundtief langweilige weil anspruchs- und reizlose Kompositionen von der Seele, die offenbar in die Darkthrone-Kerbe schlagen sollen. Dass dies von vorne bis hinten nicht funktioniert, liegt an diversen Tatsachen: Zum ersten haben es selbst Fenriz und Co. zu Beginn ihrer Karriere nicht auf eine derart miese Soundqualität gebracht, zum zweiten haben die Norweger schon vor zwanzig Jahren ein kreativeres Songwriting auf die Beine gestellt und zum dritten auch den Minimalismus nicht nervig, sondern stimmungsvoll und den Arsch auf Grundeis schickend verkauft. SLECHT holzen sich mit einer viel zu lauten, quietschenden Gitarre von Banalität zu Banalität – Schlagzeug und Bass nimmt man kaum wahr - und locken beim besten Willen keinen Pfifferling aus dem Blumentopf. Vielleicht sollten sich die Herrschaften darauf spezialisieren, attraktive Albumtitel für andere Bands zu ersinnen, denn diesbezüglich haben sie mit vorliegendem Totalausfall immerhin geworben. (hm)
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