Review

Wortmord - Wortgeburt
 
Neue Deutsche Härte
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Sunny Bastards Music
Broken Silence
50:15 min
12


 

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Nachdem die neue Deutsche Härte seit Anfang des Millenniums mit geilen Bands wie DIE SCHWEISSER, DIE ALLERGIE oder den alten „OOMPH!“ Scheiben („Defekt“ und „Wunschkind“) zu Ende gegangen war, versuchen jetzt WORTMORD aus dem Ruhrpott mit Ihrer aktuellen Scheibe „Wortgeburt“ diese Ära wieder zu reanimieren. Nicht zuletzt der auferstandene Grave Violator (ex-SODOM) schießt hier mit der Band WORTMORD wieder auf die breite Masse los. WORDMORD überzeugen durch gut durchdachte deutschsprachige Texte, welche die die gesellschaftlichen und politischen Probleme schamlos beleuchten. Besonders herauszuheben sind die Texte von „Armee der Finsternis“, „Einfach mal die Fresse Halten“ „Schöne Zeiten“ oder „Zur Teilung bereit“. Ein Highlight der Platte ist der Bonustrack „Bloody Corpse“. Dieser ist dem verstorbenen SODOM-Drummer Chris Witchhunter gewidnet. Bei „Bloody Corpse“ geben sich auch Tom Angelripper von SODOM und Mille von KREATOR an den Vocals die Ehre. Der Song „Bloody Corpse“ knallt in guter old school-Manier ordentlich in die Kauleiste und lädt durchgehend zum Bangen ein. WORTMORD präsentieren zwar eine musikalische Mixtur aus Punk und Metal die aber nicht voll überzeugen kann. Der Song „Schöne Zeiten“ schiebt zwar noch schön punkig durch die Boxen und garantiert auf einem WORTMORD Live GIG ein Pogo Fest. Andererseits weisen die Songs z.T keinen großen Wiedererkennungswert auf und lassen Überraschungsmomente vermissen. Da helfen auch keine Songs wie z.B. „Armee der Finsternis“, „Mach Schon“ oder der Titel Track „Wortgeburt“, die sich durch geile Mitgröl-Refrains und abwechslungsreiches Songwriting auszeichnen. Parallelen zu den von WORDMORD ausgewiesenen Bands wie z.B. PRO-PAIN sind weniger auszumachen. Am Ende kann man festhalten, dass WORTMORD trotz herausragender, schonungslos ehrlicher Texte und einer guten CD Produktion (produziert von Tim Schuldt und Torsten Hain – u.a. THE SPOOK oder SODOM) mit Ihrer Scheibe „Wortgeburt“ noch lange nicht an Bands wie DIE SCHWEISSER herankommen. An deren Scheiben wie „Eisenkopf“ oder DIE ALLERGIE – „Virus III“ muss sich WORTMORD messen lassen. Zudem ist anzumerken, dass Gastauftritte von bekannten und renommierten Szene Größen noch kein fettes Album machen, denn am Ende des Tages wird immer die Gesamtleistung in Augenschein genommen. (ah)
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