Review

KMFDM - Attak
 
Electro Metal
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Metropolis Records
EFA
50:31 min
11


 

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Von einer Reunion zu sprechen wäre vielleicht etwas übertrieben, aber einige wird es schon überrascht haben dass KMFDM nun wieder KMFDM heißen und MDFMK nur ein kurzes Zwischenspiel war. Außer einem Labelwechsel ist dagegen vieles beim alten geblieben, ein Brute!-Comic Coverartwork wie gewohnt, auch ein Albumtitel mit 5 Buchstaben ist nicht neu, einige Mannen von PIG sind auch wieder dabei, also alles wie früher? Auf jeden Fall neu ist wohl die Tatsache dass diese Album endlich mal größeren Erfolg in deutschen Landen haben könnte, ein recht hoher Einstieg in den DAC deutet dies zumindest an. Und dabei beginnt das Album nicht unbedingt sehr stark, die besseren Stücke verstecken sich vielmehr in der Mitte und gegen Ende der CD, der Opener "Attak/Reload" und auch die folgenden beiden Tracks sind eigentlich denkbar ungünstig für den Anfang einer CD, sie klingen allesamt nicht grade einladend und werden den Gelegenheitshörer wahrscheinlich gleich abschrecken, denn eine klare Linie sucht man vergebens. Mit "Urban Monkey Warfare" fängt dann das neue Album so richtig an, alles was man erwartet hatte wird bedient: Geiler Rhythmus, guter Text, male/female Vocals, angenehme Melodie und eine Prise Samples und Industrial. "Save Me" ist ein eher langsamer Song mit tiefer monotoner Gitarre und richtigem cleanen Gesang, schmeichelt dem Ohr und schreckt die Freundin nicht gleich ab. "Yohoho" ist noch ruhiger und mit fast Trip Hoppigem Rhythmus könnte man vielleicht hier denken dass KMFDM ihre Zähne verloren haben. Aber die Wahlamerikaner drehen am Ende noch mal richtig auf und nach kurzem Intermezzo im Break Beat Bereich ("Superhero") bei dem aber schon so langsam die Gitarren ausgepackt werden, fängt mit dem einzigen (halb)deutschsprachigen Titel "Sturm&Drang" der metallischere Teil der CD an und müsste in dieser Form alten KMFDM´lern die Alben wie "Nihil" mochten, 100%-ig gefallen. Es folgen das sehr eingängige und mitreißende "Preach/Pervert" und das recht harte "Risen" bevor "Sleep", bei dem nochmals die weibliche Stimme ans Mikro darf, ein gutes Album mit anfänglichen Schwächen beendet. (dod)
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