Review

Paradise Lost - Symbol Of Life (Tipp!)
 
Gothic Rock
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
GUN Records
BMG
53:09 min
13


 

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Die Urväter und quasi (Mit-)Erfinder des Gothic Metal, PARADISE LOST, haben mal wieder was neues vom Stapel gelassen, das "Baby" nennt sich diesesmal "Symbol of Life" und das Cover ist, wie könnte es auch anders sein, fast gänzlich in Schwarz (mit einer roten Schlange) gehalten. Nach einigen Bandinternen Querelen und sogar Kristen, sowie einem Labelwechsel haben die Briten auch stilistisch (wiedereinmal) andere Wege eingeschlagen. Nachdem die bereits 1989 gegründete Band aus Yorkshire mit ihrem letzten Werk "Believe in Nothing" durch eine zunehmend poppigere Ausrichtung (mir hat die CD trotzdem gut gefallen) anscheinend doch eine Vielzahl gerade von ihren älteren Fans verprellt bzw. enttäuscht. Jetzt geht es zwar, zugegeben wieder etwas heftiger zu, die Gitarrenbreitseiten auf diesem Album sind auch viel fetter und rauer ausgefallen aber von einer Rückkehr zum Metal der früheren Jahre, wie mancherorts teilweise schon zu lesen war, kann man meiner Meinung nach, aber keinesfalls sprechen. Paradise Lost praktizieren auf Symbol of Life" nach wie vor ihren ureigenen "Depri-Düstersound" a la SISTERS OF MERCY, und dies mit einem höchst charakteristischen Flair, wobei das eindringliche Organ von Sänger Nick Holmes jetzt wieder etwas aggressiver "klagen" darf. Vom Grundklang her gesehen, ist diesmal alles in einem maschinenmäßgen Sound Rammstein’scher Prägung gehalten, die Produktion satt gehalten. Die beim letzten mal teilweise dominanten Keys wurden dafür wieder etwas mehr in den Hintergrund gemischt. Ein wirklicher Hammerübersong fehlt mir zwar irgendwie und mit "Pain" gibt’s sogar einen absoluten Songtotalausfall aber insgesamt ist "Symbol of Life" doch ganz ordentlich ausgefallen. Für einen Kniefall müssen die Jungs beim nächsten Album, zumindestens was das Songwriting betrifft aber wieder eine Schippe drauf legen. (maio)

Ehrlich gesagt, habe ich in letzter Zeit kein Album so sehnsüchtig erwartet wie die neue Paradise Lost Scheibe. Die Frage, wie nun "Symbol Of Life" ausfallen würde und wo es eingeordnet werden könnte, hat mich schon Wochen vor dem Release beschäftigt, ob es an alte Glanzzeiten anschließen kann, oder nur die Klasse von "Believe In Nothing" erreichen würde. Die Beantwortung ist auch jetzt, wo ich die Scheibe mindestens sechsmal gehört habe nicht allzu einfach, ebenso wie die momentane stylistische Einordnung von Nick und seinen Mannen. Man kann hier eigentlich nicht von Gothic Rock, Metal oder Pop sprechen, auf "Symbol Of Life" wurden unter Regie von Producer Rhys Fulber nahezu alle denkbaren Genres miteinander gemixt. Bestes Beispiel ist der Opener "Isolate", der sich bereits bei den Eröffnungstakten erst wie ein Disco-Song anhört, bevor dann endlich die Gitarren knarzen. Und das ist auch gleichzeitig symptomatisch für dieses Album, das Verhälnis zwischen technischen Hilfsmitteln und den handwerklichen Fähigkeiten der Band hat sich Gott sei Dank wieder zu letzterem gedreht. Zwar kommt parktisch kein Song ohne entsprechende Polierung aus, aber der Focus liegt eindeutig wieder bei den Gitarren-und spätestens, wenn man sich das endgeile "Channel For The Pain" angehört hat, das für Paradise Lost Verhältnisse schon fast Speed Metal Niveau ( mit sehr modernem Anstrich) erreicht, weiß man, was gemeint ist. Doch das Spielerische ist bei den Düster-Briten sicherlich auch nur die eine Seite der Medaille, Haupterkennungsmal der Band war eigentlich auch immer die schaurig schöne Trauerstimmmung, die die Jungs selbst auf "Host" erzeugen konnten und leider auf "Believe In Nothing" etwas vernachlässigten. Und hier kann ich sagen, dass es eindrucksvoll gelungen ist dieses PL Trademark zu reanimieren. In Verbindung mit Holmes’ eindrucksvoller Stimme, einigen soudtechnischen Feinheiten und fast ausnahmslos überdurchschnittlichen Songs wie "Erased", "Mystify", "Symbol Of Life" oder dem schon angesprochenen "Channel For My Pain", so wie die Sommerville Coverversion "Small Town Boy" (geil!) wird sich der Hörer sicherlich in "Draconian Times" Zeiten zurück versetzt fühlen. Allerdings, werden die metallischen Roots dieser Scheibe nur gestreift. "Symbol Of Life" bringt zwar ihre Grundstimmung zurück, nicht aber ihr Soundgewand. Und hier werden sicherlich auch einige Fans ihre Probleme haben; wie schon erwähnt gibt es hier zwar Metal-Anleihen, aber nur im Mix mit Einflüssen aus anderen Musikrichtungen, was es nicht ganz leicht macht, diese Scheibe auf Anhieb zu mögen. Man sollte sich schon etwas Zeit nehmen und sich mit "Symbol Of Life" beschäftigen um es zu verstehen; die Scheibe wächst mit jeder Rotation im Player. Und da wären wir dann auch schon bei der Ausgangsfrage angelangt, wie lässt sich der neueste PL Output im Vergleich zum Backkatalog der Band einordnen. Es hat zwar nicht die Härte von "Draconian Times", dafür aber einiges von der Stimmung und Ausrichtung von "One Second", weshalb man "Symbol Of Life" sicherlich mit einiger Berechtigung als Missing Link zwischen den 95er und 97er Ausgaben bezeichnen kann. Und da hier die Qualität auf einem genauso hohen Level anzusiedeln ist, sollte man schleunigst ein paar Gänge hochschalten, und dem Dealer seines Vertrauens dieses kleine düstere Meisterwerk aus den Händen reißen! (lk)

Kommentare         neuer Kommentar
 
Sehr schöne CD, einige Songs können mich zwar nicht vom Hocker hauen und andere brauchen etwas Zeit um zu zünden... aber nachdem ich der Band die letzten Jahre den Rücken gekehrt hatte bin ich jetzt wieder einigermaßen versöhnt!
- Torben <torben@metal-inside.de> (23.10.2002)
 
Die CD gefällt mir auch richtig gut!
- Celine (23.10.2002)
 
Diese CD macht süchtig! Hört sie euch immer wieder an und ihr werdet es merken! Paradise Lost haben es verstanden, wieder so geniale Songs wie zu "Draconian Times" und "One Second" zu schreiben! Respekt! An "Icon" kommt die Platte natürlich nicht ran, aber die Platte wird auch nie wieder zu toppen sein! Danke Paradise Lost!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
- Frankie (03.11.2002)
 
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Internet
 
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