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Obwohl Masse ja wahrlich nicht immer gleichzeitig auch Klasse bedeutet, kann man sich in vorliegendem Fall darüber freuen, dass GENIUS... nicht schon nach ’ner guten halben Stunde rum ist. Zugegeben, im direkten Vergleich zu "der" anderen Metal-Oper (natürlich "Avantasia") benötigt vorliegender Silberling zwar ein paar Durchläufe mehr, um zu zünden. Dann jedoch macht die CD zumeist richtig Spaß und will so schnell nicht wieder aus Kopf und Player verschwinden.
Mastermind Daniele Liverani, dessen Arbeit mir bereits bei Empty Tremor gut gefiel, hat hier eine respektable Anzahl international wirklich renomierter Künstler um sich geschart, um mit diesem und den in Folge erscheinenden zwei Fortsetzungen Anhänger verschiedener Genres unserer lieb gewonnenen Stromgitarrenmusik zu erfreuen. Genau hierin kann man nun den Hauptkritikpunkt aber gleichzeitig auch die Stärke sehen: Sowohl Hardrock-Fans (das wirklich superbe "All Of Your Acts" sei hier als Anspieltipp genannt) als auch Power Metaller ("Paradox") oder sogar Prog-Anhänger werden hier gleichzeitig bedient, was nicht immer nach kompositorischen Höchstnoten schreit, aber für Abwechslung und Atmosphäre sorgt.
GENIUS... ist nichts für Scheuklappenträger - überzeugt es doch im Wesentlichen durch starke und sich stilistisch wie gesagt stark unterscheidende Auftritte von u.a. Lana Lane, Chris Boltendahl (Grave Digger), Oliver Hartmann (At Vance), Mark Boals (Malmsteen), Daniel Gildenlow (Pain Of Salvation), Steve Walsh (Kansas), John Wetton (Asia) und Midnight (Chrimson Glory), der in den vielen Jahren nichts von seiner Faszination eingebüßt hat. (heavy)
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