Review

Gotthard - Homerun
 
(Hard)Rock/AOR
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
BMG
BMG
54:51 min
13


 

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Nun ist die letzte reguläre Gotthardscheibe "Homerun" doch noch irgendwie bei uns gelandet, zwar nicht auf offiziellem Wege und so wie wir uns das gewünscht hätten, ist aber letztlich egal. Ich hatte nach dem wirklich schwachen Vorgängeralbum der Schweizer und so manchen Kritiken, auch von vermeintlich fachkundiger Stelle, vorab nun zu diesem Werk, schon die größten Befürchtungen aber ganz so schlimm hört sich das Ganze (zum Glück) dann doch nicht an. Wobei natürlich die Bezeichnung "schlimm" in diesem Fall nicht für musikalisch "schlecht" sondern für lasche und zu seichte Songs zu verstehen ist. Klar, als Anhänger der ersten Stunde und den dabei entstandenen drei Spitzenrockalben ist es schon etwas schwierig und teilweise auch recht viel verlangt, die aktuelle Entwicklung der Band bis heute, ohne jede Einschränkungen, wohlwollend zu betrachten. Aber es ist nun mal (leider) eine Tatsache, daß Gotthard den härteren Rocktagen mehr oder weniger abgeschworen und sich mehr und mehr in Richtung zu Melodic-Rock/Pop bzw. AOR hingezogen fühlen. Tja, das muß man nun halt einfach mal akzeptieren und daraus seine eigenen Schlüsse ziehen. Auf "Homerun" haben GOTTHARD sicherlich nicht nur langsamere Lieder und Balladen draufgepackt sondern auch einige wirklich gute Rocksongs wie z.B. der typische Stampfer "Take it easy" oder "Light in your Eyes" (fast schon AOR in BON JOVI Verpackung) die schon noch ein bisschen an die heftigeren Tage erinnern. Aber die Anzahl der schmuserockkompatiblen Musik ist mir persönlich einfach viel zu hoch (5 balladenartige Songs bei insgesamt nur 13 Stücken!), vor allem wenn diese Tracks dann auch noch so gewöhnlich und absolut langweilig geraten sind wie z.B. "Everything can change" (Allerweltsballade a la AEROSMITH) oder "Say goodbye". Gegen Ende, so ab dem 10 Titel ist den Gotthard Jungs auch beim Songwriting nicht mehr so viel wirklich tolles eingefallen, so daß insgesamt als Fazit für die Rockfraktion gerade noch ein unterer Durchschnitt festgestellt werden muß. Man mit einem solchen Sänger, ausgestattet mit einem Wahnsinnreibeisensorgan und der darf, sorry will nicht mehr, so richtig volles Rohr rocken –wirklich schade um diese Band. Für alle die auf guten soliden melodischen Hardrock stehen sei an dieser Stelle nocheinmal ausdrücklich auf die ebenfalls aus der Schweiz stammenden Formation SHAKRA mit ihrer letzten CD "Powerride" hingewiesen, hier gibt’s fette Gitarren und ordentlich "Butter bei die Fische". (maio)
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