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Es wird wohl immer das Schicksal von EDENBRIDGE sein, mit NIGHTWISH verglichen zu werden. Obgleich sie diesen Vergleich auch nicht scheuen müssen. Denn mit ihrem dritten Werk "Aphelion" liefern die Österreicher wiedermal eine durchweg gute Scheibe ab.
Sicher hätte man sich überlegen sollen, ob man das Artwork in die gleichen, wenn auch begabten, Hände von Markus Mayer hat geben müssen, der ebenfalls bereits mit NIGHTWISH zusammenarbeitete.
"Aphelion" hat zwar keine Aussetzer, aber auch keine wirklichen Highlights. Der Bombast ist nicht zu bombastisch und deshalb auch nicht kitschig, es gibt das ein oder andere auch durchaus schnellere Stück, wie "Farpoint anywhere", durch das man nicht allzu tief in die Melancholie herabgerissen wird. In dieses Album und seine Atmosphäre muß man sich fallen lassen, um es vollständig zu genießen, es ist ein Gesamtwerk, dessen einzelne Stücke nicht unbedingt allein für sich die volle Wirkung entfalten. Lanvall übertreibt die Gitarrenfrickelei nicht, und über allem steht natürlich die engelhafte Stimme von Sabine Edelsbacher; ich persönlich bin jedes Mal erfreut, dass diese Dame einem das Mitsingen wesentlich einfacher macht, als ihre Nightwish-Kollegin, da sie doch meist in singbaren Höhen bleibt, durch die der Operncharakter ein wenig an Stärke verliert.
Und wenn dann auch noch PINK CREAM 69 - Produzent Dennis Ward die Sache in die Hand nimmt, kann nicht mehr viel schief laufen.
Falls der Leser sich nun fragt, was "Aphelion" bedeutet - alles, was ich bisher nur herausfinden konnte war, dass Aphelion wohl ein bestimmter Punkt eines Orbits in der Entfernung zu Sonne ist. Und dies ist wohl auch durchaus passend zu Titeln wie "Skyward" oder "Red Ball in Blue Sky", wobei sich bei letzterem Herr D.C. Cooper die Ehre gibt und als Gastsänger eine nette Abwechslung bietet.
"Aphelion" ist eine Platte für die ausklingenden Wintertage und Freunde des Melodic Metal können in den Sphären des Weltalls ihren Punkt zur Sonne finden.
(cora)
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