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Nein, richtig abrocken ist anders. Wer nach diversen Ankündigungen allerdings ernsthaft erwartet hatte, dass GOTTHARD das Rad der Zeit zurückdrehen und die schwermetallistische Axt nochmal so richtig kreisen lassen würden, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Warum sollten die Schweizer das denn auch tun? Alles läuft prima, Album für Album wird (nicht nur jenseits der Alpen) mehrfach veredelt und die Gigs sind gut besucht. So beginnt das neue Album mit dem Titeltrack zwar recht flott, und auch die folgende potenzielle Single "What I Like" rockt mit interessant-orientalischen Keyboard-Elementen noch ganz ordentlich, doch dann geht den Eidgenossen härtetechnisch die Puste aus: Bereits das dritte Lied ist eine (wenig zwingende) Ballade, und aus diesem Energie-Loch kommen GOTTHARD die gesamte restliche Platte nicht mehr richtig raus. Den anschließenden Radiorocker "Top Of The World" kann man sich zwar noch gut zur sommerlichen Cabriofahrt vorstellen, doch spätestens das seichte, mit einer unsäglichen Fidel angereicherte "Janie’s Not Alone" nervt. Anschließend kommt übrigens eine Ballade. Und so weiter... Sicher, Steve Lee’s Stimme ist und bleibt ein Genuss, der neue Produzent Marc Tanner hat seinen Job erstklassig erledigt, und man sollte nicht immer den "guten alten Zeiten" nachheulen - dennoch: Bei vier, fünf Songs einfach ein paar Schippen drauf, dann wären wohl ’ne ganze Menge Leute richtig glücklich! (heavy)
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Kommentare
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Da haste 200%-tig recht Heavy - jetzt glaub* ich es auch
endgültig: Gotthard sind und bleiben tatsächlich echte Weichspühler ohne großen Biss, wirklich schade drum!!
- maio <maio@metal-inside.de>
(25.03.2003)
Also ich war von der Entwicklung bei Gotthard auch enttäuscht und habe keine der nach "G" (1996) folgenden Alben mehr gekauft, so enttäuscht war ich von dem belanglosen Weichspüler-Sound. "Human Zoo" habe ich mir allerdings wieder zugelegt, mir gefällt die Mischung aus Balladen (die auch recht gut sind) und den härteren Stücken.
Die CD ist gut, keine Frage, die meisten werden das wohl auch so sehen. Wer auf den damaligen Sound steht, der greift zu Shakra.
- TheDude <TheDudeNo.1@gmx.de>
(25.03.2003)
Leute, ihr nervt mit diesem ständigen Gejammere über mangelnde Härte und die guten alten Zeiten! Muss man denn die Qualität eines Albums immer nur an seinem Härtegrad messen? Warum kann auch ein Album, das melodischer und meinetwegen auch kommerzieller ist nicht auch ein gutes Album sein? Gotthard haben wesentlich mehr zu bieten als so manche hochgelobte Band aus der Krachfraktion! Ich finde "Human Zoo" ist ein absolut gelungenes AOR-Album, auf dem sich härtere Songs und Balladen gut die Waage halten! Und wer in der Lage ist, mal den engen Metal-Horizont hinter sich zu lassen, wird mir da sicher zustimmen können!
- Markus (Einer von den Weichspühlern?) <great-wazoo@freenet.de>
(01.09.2003)
Ich kann über diese CD-Prewiew nur den Kopf schütteln.
Human Zoo ist ein absolut brilliantes und zu 100% gelungens Album. Wer auf Überhärten Horror-Sound steht der soll versuchen mit so einer Musik glücklich zu werden, allen andren echte Musik-Fans werden von "Human Zoo" begeistert sein. Geniale Balladen: Have a little Faith, What could I do, Jeanie not alone usw. Und Jeanie not alone ist klasse, von wegen seichtes Geigengedudel. Die Mischung aus Rocksongs und Balladen passt einfach. Wem Human Zoo nicht gefällt, der ist selber schuld!
- Basti (17.12.2004)
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