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PARADISE LOST waren schon immer eine Band, die nie das selbe machte und immer versuchte sich weiterentwickeln, was sich auch anhand des eindrucksvoll variablen Backkatalogs der Briten dokumentieren lässt. Anno 1990 startete man mit äußerst dunklem und schleppendem Death Metal, der im Anschluss in einer Mischung aus Gothic und Death Metal mündete, bevor man dann praktisch mit dem 92er Meilenstein "Shades Of God" und dem im darauf folgendem Jahr losgelassenem Meisterwerk "Icon" den Gothic Metal erfand. Die Mannen um Greg Mackintosh und Nick Holms lieferten ein Album voll mit Göttersongs wie "Embers Fire", "Remembrance", "Dying Freedom", dem Hassbolzen "Widow" oder dem unheimlichen Doomster "Christendom" ab, dem man sich nur schwerlich entziehen kann. Textlich als auch musikalisch, erwiesen sich die Engländer als wahre Genies und verstanden es wie kaum eine andere Band zuvor Verbitterung, Verzweiflung als auch Hoffnungslosigkeit auf eine CD zu bannen, auf der Songwriter Mackintosh für mich sein Meisterstück abgeliefert hatte.
Mit "Icon" erklommen PARADISE LOST Höhen, die abgesehen vom Nachfolger "Draconian Times", bis dato unerreicht geblieben sind.
(lk)
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