Review

Die Krupps - Paradise Now (Classix!)
 
Crossover
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Our Choice
Zomba
55:22 min
13


 

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Dieses Review wurde bisher 4402 mal gelesen.
Der Abschiedsbrief der Krupps hört auf den Namen "Paradise Now" - obwohl sich das Ende der Band selbst im Nachhinein allerhöchsten zwischen den Tönen andeutet. Nach diesem Album war Schicht im Schacht, Altus und Engler gingen getrennte Wege. Und dabei fing doch alles so gut an, in den Augen nicht weniger, ist "Paradise Now" das beste Album der Krupps. Begründet ist diese Tatsache wohl im sehr metallischen Einschlag, der die Elektronik zwar nicht negiert, aber gleichberechtigt neben sehr fett groovende Gitarren stellt. Der typische Fan entsprang zu dieser Zeit primär dem Metallager und wertete diesen Schritt sehr positiv. Die Produktion ist das erste mal so ausgeglichen geraten, dass die Gitarren neben den freakigen Samples bestehen können. Druckvoll unterbauen sie die Songs mit harten Riffs, die bisher typischen Altusschen Spielereien in Form mehr oder weniger passender Soli gibt es nicht mehr. Einer der heftigsten Songs eröffnet auch dieses Album - Engler war nie ein Mann der leisen Töne, wen wundert es da, dass bereits "Moving Beyond" keine Fragen mehr übrig lässt, wo sich die Krupps im Jahre 97 sehen. Die Krupps waren nie zuvor eingängiger, härter oder tanzbarer als auf Paradise Now. Der Smashhit dieses Albums ist dann zweifellos das ebenfalls als Single ausgekoppelte "Black Beauty, White Heat", welches neben der erneut klaren politischen Aussage, auch musikalisch auf große Akzeptanz stieß. Englers Gesang hat sich stetig verbessert, "Paradise Now" profitiert von seiner Vielseitigkeit, die Vocals sind stets klar, reichen jedoch von ruhigem Gesang bis hin zu wütendem Gebrüll und stehen dem Album gleichermaßen gut. Originell mutet "Fire" an, bei dem auch der originäre Schaffer Arthur Brown zu hören ist. Doro Pesch leit ihre Stimme dem Titel "Taste Of Taboo". Der zweite Stampfer des Albums ist das simple "Rise Up", deren Synthipassagen sehnsüchtige vage Erinnerungen an "Bloodsuckers" hervorrufen. Schneller als bei "30 Seconds" geht es sonst bei den Krupps nicht zu, was der Platte jedoch fehlt sind außergewöhnliche Ideen. Gemessen an ihrer eigenen sehr hohen Messlatte versteht sich. Jede andere Band wäre mit diesem Album auf den Thron gestiegen. Die Stagnation im Bereich wirklicher Innovation, war dann letztendlich aber einer der Gründe für den Split. (dod)
Kommentare         neuer Kommentar
 
Könntest du die cd einem empfehlen der nicht so gern industrial hört?
- Dominik (18.01.2004)
 
Auf jeden fall! Wer industrial nicht mag der wird bei dieser cd seine freude haben und im anschluss daran die musikrichtung zu schätzen wissen...
- Name <email@mail.de> (16.08.2009)
 
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