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Regressus heißt übersetzt soviel wie Rückkehr und markiert nach dem Debut "Vengeance” nun eben diese des deutsch-griechisch-schwedischen Jointventures MYSTIC PROPHECY. Der zweite Longplayer der oftmals als Allstar-Team titulierten Band (bekanntlich spielen ja alle Musiker noch in anderen Combos) setzt inhaltlich das Konzept des Erstlings fort, soll heißen, der als Ketzer verbrannte Protagonist des ersten Teils steht nun urplötzlich wieder im Saft und versucht sich an seinen Peinigern zu rächen. Soviel so gut, sicherlich ist das textliche Konzept nicht das Hauptargument, sich diese Scheibe mal anzuhören, sondern, und so soll es auch sein, die Musik gibt den Ton an. Die Jungs um VALLEY’S EVE Sänger R.D. Liapakis und DREAM EVIL Gitarrist Gus G. Haben nämlich eine amtliche Langrille eingeholzt, die sich hören lassen kann. "Regressus" ist gleichzeitig heavy, melodisch und agressiv und macht keine Gefangenen. Dass man sich hier nicht verzettelt hat, sondern konsequentes und keineswegs nur durchschnittliches Songmaterial abgeliefert hat, beweisen Power Metal Kracher wie der Opener "Calling From Hell", das wuchtige "Forgotten Soul" oder die wahrscheinlich zukünftige selbstbetitelte Bandhymne. Kräftiges bangen dürfte also bei der Fangemeinde angesagt sein, wenn auch noch ein wenig was fehlt, um von einem Hammeralbum reden zu können. Ein wenig mehr Abwechslung hätte vielleicht nicht geschadet und mit "Land Of The Dead" und "Sign Of The Cross" haben sich leider auch ein zwei Songs auf’s Album geschlichen, die das Niveau der oben genannten Tracks nicht halten können. Dennoch haben MYSTIC PROPHECY einen guten Schritt nach vorn getan, und es ist zu hoffen, dass das auch live dementsprechend dokumentiert werden kann. (lk)
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