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Cool, eine weitere geile CD, wo ich nicht schon nach den ersten Songs das Gefühl hatte, alle weiteren zu kennen. Ich musste schon ein wenig schmunzeln, als ich zunächst einige Songnamen las, wie "What If Darkness Was Brighter Than Light?" oder "Dolly The Hheep Meets Frank The Stein" und war umso gespannter, was sich dahinter verbirgt.
Wie auch auf den Alben zuvor gibt es bei "End Of Infinity" erfreulicherweise keine stilistischen Grenzen. Allein schon die Tatsache, dass Sänger Thomas Ludolphy nach seinem Ausstieg 2002 nicht ersetzt wurde und die Lead-Vocals kurzerhand unter Ferdy Doernberg, Herbert Hartmann und Nils Wunderlich aufgeteilt wurden, sorgt durch die sehr unterschiedlichen Stimmen für eine Menge Abwechslung. Manchmal ist weniger halt einfach mehr.
Instrumente wie Trompete, Posaune, Akkordeon oder Mandoline, die von den Musikern alle persönlich eingespielt wurden, sind sicher ungewöhnlich für ein Metalalbum, wurden aber hervorragend in Szene gesetzt und unterstreichen ein weiteres Mal die Vielfältigkeit des Albums. Einziger und ganz besonderer Gastmusiker ist der Konzertgeiger und Ferdy´s Vater, Martin Doernberg, zu hören auf "The Fiddler On The Skeleton Horse".
Der Silberling startet mit dem Intro "Who Killed Vynil", was mich zugleich an die Anfänge der guten alten 80er erinnert, wo man noch stolz seine LP-Sammlungen vergrößerte. Weiter geht es gleich tierisch los mit "Isolation", einem schnellen Song der so richtig losrockt. "Lucifers Hotel" ist eher ein typsicher Blues-Rock-Song, bei dem man am liebsten gleich in einer verrauchten Rock-Kneipe den ein oder anderen Jackie kippen möchte. Und genauso abwechslungsreich geht es mit dem keyboardorientierten und rockigen "Restless Heart" oder "What If Darkness Was Brighter Than Light?" weiter, welches mir mit seinen Wechseln von geilen Gitarren- und Keyboardsounds, sowie der rotzig gesungenen Strophen und chorusunterlegten und melodiösen Refrains besonders gut gefällt. Etwas blusiger fällt wieder das ebensfalls sehr schöne "My Little Friend" aus, worauf hin mit "The Fiddler On The Skeleton" ein weiterer Kracher der härteren Gangart folgt, der schon jetzt zu meinen Lieblingssongs gehört und umgehend zum mitrocken auffordert.
Nicht zu vergessen sind die Reggae-Elemente beim folgenden Song "Carry on" und der Titelsong "The End Of Infinity", der melodiös und harmonisch Rock vom Feinsten bietet.
Nach "Mrs. Jealousy & Mr. Greed” und "Set Me Free" folgt der letzte Song " Dolly The Hheep Meets Frank The Stein ”, der es noch einmal so richtig krachen lässt und in der Mitte den Hörer gedanklich auf eine einsame Insel in die Südsee beamt, bevor man zurück zum Heavyrock geholt wird. Unbedingt reinhören, es lohnt sich! (tennessee)
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