Review

Blood Duster - Blöod Düster (Tipp!)
 
Grindrock
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Season Of Mist
Sony
36:33 min
26


 

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Wenn englischsprachige Menschen komisch sein wollen.... BLOOD DUSTER haben das Cover augenscheinlich als Hommage an Motörhead gestalten wollen und ihnen zu Ehren auch mit ö-Punkten gearbeitet. Das der Titel jetzt verdammt an Blöd Düster erinnert, ist schon peinlich. Aber vielleicht war es auch Absicht, zuzutrauen ist es dem bescheuertem Aussie-Haufen auf jeden Fall. 26 Songs wurden auf diesen Silberling gepackt, gibt also schon mal mehr’s fürs Geld als bei der "Cunt". Die Frage war auch eher, ob BLOOD DUSTER den genialen Vorgänger würden erreichen können? Nach einem coolen Intro (bimm-bamm) haut "Idi" gleich in die Grind-Kerbe: in den fünfzig Sekunden beweisen BLOOD DUSTER, dass sie zumindest noch grinden und ballern können - aber bitte mit Groove! Danach folgt der erste richtige Knaller der Scheibe und der Beweis, dass Motörhead ein Fave der Jungs ist: "Sixsixsixteen" klingt wie eine härtere Variante eines Motörhead-Songs und hat neben einem unwiderstehlichem Groove einen Mitgröhl-tauglichen Chorus. Nur geil! In der nächsten halben Stunde beweisen BLOOD DUSTER ein ums andere Mal, dass sie die Gratwanderung zwischen Rock, Grind und Death Metal (Entombed!) wie kaum eine andere Band beherrschen, was Perlen wie "DrinkFuckFight" oder "ShesAJunkie" eindrucksvoll beweisen. Dazwischen gibt es immer wieder gnadenlose Prügelattacken ("CockJunkie") und vor allem jede Menge bescheuert-witziger Einschübe wie der kultige Country-Song "NuCorporate" (ein Hassgesang auf Fred Durst & Co.) oder aus Aufklärungsfilmen gezogenen Samples - man lernt beim Hören der Scheibe einiges über das Horns Up und Vince Neill haha. BLOOD DUSTER sind weiterhin einer der im beknacktesten (im positiven Sinne), abwechslungsreichsten, brutalsten, groovigsten, chaotischsten Bands des Erdballs und verteidigen diesen Anspruch mit "Blöod Düster" locker und würdig. Let’sFuck! (lh)
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