Review

Kotipelto - Coldness
 
Melodic Power Metal
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Century Media
SPV
42:23 min
10


 

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Dieses Review wurde bisher 1219 mal gelesen.
Ich höre normaler Weise keinen Metal, bei dem der Sänger ernsthaft versucht, hoch zu singen, ich hasse Leute wie Michael Kiske dafür, dass Millionen unschuldiger Knaben ihn nachzusingen versuchen - bis bei mir die Kristallgläser platzen - und ich höre mir keinen Happy Metal an. Fronten geklärt? Eine unerklärliche Ausnahme habe ich bisher immer bei STRATOVARIUS gemacht. Deren Optimal-Besetzung ist jetzt Essig, und wie die neue wird steht noch in den Sternen - mal realistisch betrachtet. Also füttere ich lieber den Spatz in der Hand, als dass ich bis zum St. Nimmerleinstag auf ein neue Strato-Album warte. Dieser Sanges-Spatz hat eh ein Ausnahmeorgan, aber auch seine Eigenkompositionen sind ganz unterhaltsam: Der Titel "Coldness" suggeriert, es ginge hier düster und eingefroren zur Sache, zu viel gute Laune macht schließlich Falten. Zudem ist dieses Album unter allen möglichen und unmöglichen Umständen entstanden, mit "Coldness Of My Mind" verarbeitet Timo Beziehungsärger, "Around" und "Evenings Fall" lassen sich auch auf den Abschied von Strato münzen. Der Akzent des Albums ist dennoch anders gesetzt, es beginnt mit der Uptempo-Nummer "Seeds Of Sorrow", wegen der sich Timo Tolkki nicht schämen müsste. "Reasons" ist deutlich ungehobelter, direkter, fast ein Rocksong. KOTIPELTO liefert seine beste Gesangsleistung seit langem ab, Timo konzentriert sich auf die Stimmlagen, die ihm am besten liegen, kiekst aber auch nicht bei den Ausflügen in größere Höhen. Seine bekannten und genialen Side-Kicks (Janne Wirman/CHILDREN OF BODOM, Mirka Rantanen/THUNDERSTONE, Jari Kainulainen/STRATOVARIUS, Mike Romeo/SYMPHONY X, und Juhani Malmberg von TUNNELVISION) halten sich wohltuend im songdienlichen Rahmen - vielleicht anfangs ein klitzekleines bißchen zu sehr. Mit jedem weiteren Song bekommen die Gäste mehr Spielzeit, das Album wird gegen Ende musikalisch immer interessanter. Respekt, Herr Kotipelto! (laetti)
Kommentare         neuer Kommentar
 
Aber aber Lätti wer wird denn so gegen Meister Kiske schimpfen .. ts ts ;-)
- Maio <maio@metal-inside.de> (15.04.2004)
 
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