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ELASTIC kleckern in ihrer Bandinfo nicht gerade mit Eigenlob. Im Gegenzug klotzen sie mit Missachtung allem anderen gegenüber, das sich heutzutage als visionär oder originell bezeichnet. Nun leben wir in einem Land, in dem freie Meinungsäußerung ein heiß geliebtes Gesetz ist, aber letztendlich macht der Ton die Musik und den hat die "deutsch-amerikanische" Band in ihrer Info ein wenig verfehlt. Das wäre aber alles gar nicht so wild, wenn die Eigenproduktion "Test-Operate-Test-Exit" wirklich so einen unglaublich großen Fortschritt im öden Kosmos der Musik darstellen würde, wie es die Jungs behaupten. Tut sie aber nicht. Sicherlich, die drei Mannen mit so klangvollen Synonymen wie Godgray, MF-C und Trixtasy sind gute Musiker und zeigen das auch zur genüge, aber die Mischung aus industriellen Klängen, Metal, Jazz und Pop ist weder neu, noch originell, sondern allenfalls komplex. Sieht man mal von dieser leichten Selbstüberschätzung ab und betrachtet die schick aufgemachte CD ganz objektiv, hat man kaum etwas zu meckern. Marilyn Manson, Evereve und Meshuggah dürften ELASTIC ebenso inspiriert haben, wie Faith No More und vor allem David Bowie. Letzterem wird fast schon erwartungsgemäß mit einer Coverversion von "T. Is. N.A." gehuldigt. Langweilig wird die Scheibe selten und die neun fett produzierten Songs sind durchaus auch nach dem zehnten Hördurchlauf noch für Überraschungen gut. Der variable Gesang von Frontmann Godgray, der sich mal Death Metal-lastig aggressiv, mal gefühlvoll melodisch zeigt, kann durchweg überzeugen und passt hervorragend zur auch ansonsten sehr umfassenden Palette von verschiedenen Stilen, die ELASTIC in ihrer Musik verwursten. "Test-Operate-Test-Exit" ist nichts für jene, die 50 Minuten gerade Viervierteltakte brauchen, wer allerdings auf durchgedrehte Musik wie David Bowies "Earthling" steht, sollte mal reinhören. Eine Kopfhörerplatte! (cs)
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