Review

The Dillinger Escape Plan - Miss Machine (Tipp!)
 
Math Metal
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Relapse
SPV
40:02 min
11


 

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Ich kann mich noch gut an meine erste Begegnung mit THE DILLINGER ESCAPE PLAN erinnern. Die Jungs eröffneten im Hamburger Docks ein Konzert für System Of A Down und soweit ich mich erinnere, empfand ich den Auftritt als indiskutabel schlecht. Zwei Jahre und eine Scheibe später vergöttere ich die Jungs aus den Staaten. "Miss Machine", das erste Lebenszeichen in LP-Länge seit Ewigkeiten ist definitiv das, worauf ich schon sehr lange gewartet habe, nämlich kompromisslose Eigenständigkeit und grenzüberschreitende Kreativität im ursprünglichsten Sinne. Für die Viervierteltakt-verliebte Metal-Gemeinde sind TDEP definitiv nichts, denn obwohl die Amis in ihren härtesten Momenten sogar Todesblei-Urgesteine an die Wand blasen, sorgt die jazzige Verspieltheit immer noch dafür, dass lediglich eingefleischte Takt-Nerds länger als drei Sekunden ungeübt mit dem Kopf nicken werden. Auf Nanosekunden genau hackt sich die Band durch elf vertrackte Songs und kombiniert Hardcore, Metal, Rock und Jazz wie keine andere Band es je getan hat, zeigt, dass man ihnen fachlich nur schwer etwas vormachen kann und lässt trotzdem zu keiner Sekunde das Gefühl aufkommen, man wolle der Welt zeigen, wie tight man eigentlich ist. Im Gegenteil, bei aller mathematischen Handhabung der Instrumente klingen TDEP so organisch und leidenschaftlich wie ein zeitgemäßer Rock-Act und sogar ruhige, melancholische Passagen bieten dem angestrengten Kopf Zeit, sich zu erholen. Haben wir es hier gar mit der Musik der Zukunft zu tun? Ich weiß es nicht, Fakt ist, TDEP haben unserer Zeit etwas voraus. (cs)
Kommentare         neuer Kommentar
 
Hör auf clean zu singen. Und versprich das du es nie wieder tust. Für Dillinger-Verhältnisse richtiggehend eingängig, kein Mike Patton mehr, geradezu wiederliche Songs gegen Ende.... brrrrrrr. Die ersten paar + der letzte hätten ne prima EP abgegeben.
- ChaosInc. (31.07.2004)
 
Also ich finde die Scheibe ist dar absolute Hammer !!! Und gerade ein paar eingeschobene cleane Vocals lockern das ganze angenehm auf und lassen auch so die harten Passagen noch härter rüberkommen. Ich finde es gut wenn ein Band sich weiterentwickelt und dynamisch spielt, nur geballer ist ziemlich langweilig.
- Duewel (09.08.2004)
 
Mir hat damals schon Calculating Infinity gefallen...mein Lieber Herr Gesangsverein, das war ein Brett...Aber Miss Machine ist ja mal der Oberhammer...es ist nicht mehr nur noch reines geknüppel, nein, zwischendrin bereichern uns seltsame, ruhige passagen mit fast shcon avantgardistischen Zügen, echt Klasse das Teil, wenn auch für viele mehr als nicht eingängig, ist eben doch keine Music for Masses...^^
- KelThuzaD (02.09.2004)
 
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